Der Podcast über Frauen im Sport
00:00:00: Was hat das mit mir zu tun?
00:00:20: Hey Team,
00:00:21: es ist Basketball Weltmeisterschaft und ganz in dem Zeichen
00:00:24: habe ich mich in Berlin
00:00:26: im Office von Victoria Berlin.
00:00:29: ein fettes Danke nochmal an dieser Stelle für eure Unterstützung.
00:00:33: Mit einer Frau hingesetzt die quasi erst indirekt mit Sport in Verbindung kam nämlich durch ihre Söhne und dann selber voll eingetaucht.
00:00:42: Ihre Perspektive auf die Sportwelt ist super differenziert und spannend.
00:00:46: Selber hat sie einen ganz anderen
00:00:48: Background,
00:00:49: macht auch richtig coole Sachen.
00:00:51: Sie schreibt zum Beispiel
00:00:52: schlaue Bücher über die wir sprechen werden.
00:00:54: Sie ist
00:00:55: ein Profi in Sachen Achtsamkeit
00:00:57: und startet jetzt selber mit
00:00:59: einem unfassbar cool neuen Projekt
00:01:01: durch – Ein Familienprojekt by the way, das sie im
00:01:04: Einwurf enthüllt!
00:01:05: Freut euch
00:01:06: auf eine tolle
00:01:07: und tiefe neue Folge Beate
00:01:12: Wachler.
00:01:25: Diesen Satz habe ich letzte Woche, ist mir begegnet in einem ganz tollen kulturellen Zentrum für Kinder und Jugendliche hier in Berlin im Haus Bastian Und das war in so ganz großen Lettern In einem ganz tollen Sonnen durchfluteten Raum War das sowieso eine Installation und dieser Satz Den habe ich sofort gesehen.
00:01:52: Das ist ein wahnsinniger Satz.
00:01:54: Also eigentlich kannst du den auf alles anwenden, was hat das mit mir zu tun?
00:02:00: Was hat es mit dir gemacht?
00:02:01: Was gibt uns ein paar Beispiele?
00:02:03: Also erstmal habe ich den sofort gesehen und wenn Du den liest und so wie der natürlich dann auch schön angebracht war, jeder der in den Raum kommt ließ den... Und warum mich das gecatcht hat, ist einfach weil ich glaube dass es in ganz vielen Situationen ob das jetzt Beziehungen sind verschiedenste Beziehung erfreundeten Partnerschaft geschäftlich.
00:02:29: Ist man immer ganz schnell beim Du.
00:02:31: also was hast du nicht richtig gemacht?
00:02:35: Was ist dein Part?
00:02:37: und Ich Glaube wenn wir uns Oder das habe ich mir vorgenommen, nachdem ich das gelesen hab.
00:02:43: Viel öfter zu fragen was hat das mit mir zu tun?
00:02:45: Und dann kommst du viel schneller auf die wirklichen Themen.
00:02:52: Wie
00:02:52: spannend!
00:02:53: Mein erster Gedanke als du es gesagt hast war mehr so etwas abwährendes und so wie du es jetzt erklärst ist ja ganz spannend.
00:03:00: Das ist eine sehr tiefe Nachfrage weil du sozusagen ein bisschen in einem Konflikt ist das Thema beim anderen erkennst und anstatt in den Konflikt mit einzusteigen, sagst du okay.
00:03:14: Und bin ich eigentlich part des Problems gerade oder nicht?
00:03:17: Und was hat das mit mir zu tun?
00:03:20: wie so eine abwehrende Haltung?
00:03:21: Das
00:03:22: ist ein irrer Satz weil man das wahrscheinlich ganz oft erstmal so versteht und wenn du es dann nochmal liest und dich darauf einlässt, wenn du dich drauf einlädst und das ist glaube ich wichtig, Ganz viel machen und ich glaube, dass ganz viele Themen heute eben nicht gut gelöst werden.
00:03:45: Weil wir uns immer die Frage stellen was macht der andere falsch?
00:03:48: oder was hat das mit dem anderen zu tun?
00:03:50: Was ist jetzt schon wieder los aber nicht was hat es eigentlich mit mir zu tun?
00:03:54: also ich war zum Beispiel gestern Abend bei einer Filmpremiere zu einem sehr kontroversen Film.
00:04:00: Ich fand ihn richtig toll, aber er war auch super krass.
00:04:02: Also es ist wirklich superkrass Bernd das Germanen Kind also Wahnsinn und ich war zwischen drin total geschockt Und dann habe ich ja auch mehr wieder diesen Satz gestellt und gefragt Was hat das mit mir zu tun?
00:04:17: Ja und dass ja ich war geschockte weil ich mit meinen meiner Perspektive in diesem Film saß und natürlich auch mein immer meine Erwartungen überall mit hinnehme egal wo du hingehst.
00:04:29: Was hat das mit mir zu tun?
00:04:30: Ich habe irgendwie so ein Set-up in meinen Kopf oder in mir abgespeichert.
00:04:36: Und das lege ich über die Welt drüber, wohin ich auch gehe und es macht total Sinn sich öfter mal zu fragen okay ist das zu reflektieren ja?
00:04:46: Das ist nur meine Perspektive!
00:04:48: Wenn ich mich diese Frage stelle dann wird mir das bewusst dass ich jetzt einfach nur wieder mit meiner Brille gucke da auch ab und an meinen Schritt zurückzutreten.
00:05:02: Und zu gucken, okay es ist nur meine Perspektive.
00:05:04: und was hat das mit mir zu tun?
00:05:06: Wie witzig!
00:05:06: Und ich denke jetzt gerade noch weiter und man könnte es ja aber auch als Schritt in eine Unterhaltung oder in ein Diskurs hinein verstehen...
00:05:15: Ja natürlich also euer
00:05:17: Problem.
00:05:18: aber was hat dass auch mit mir zutun?
00:05:20: Das öffnet auch glaube ich ganz viele Türen die sonst verschlossen bleiben weil du wenn Konfrontativ sagst, was ist da wieder schiefgelaufen?
00:05:32: Oft macht man das ja schon so okay.
00:05:34: Was haben wir da jetzt verbockt oder wie das will?
00:05:37: aber noch häufiger dass du und ich glaube dieses was hat das mit mir zu tun is ein Irrer.
00:05:42: also Ich habe das Ich fand es richtig toll letzte Woche.
00:05:46: Ja wirklich schöner schöner Einstieg und sehr zum Nachdenken anregend Und ich hoffe, wir hoffen dass wir ganz viele Dinge die mit dir zu tun haben in den nächsten Minuten und vielleicht sogar in der nächsten Stunde herausfinden werden.
00:06:01: Ich freue mich total das wir uns jetzt hier zusammen hingesetzt haben, dass es geklappt hat.
00:06:06: vielen lieben Dank liebe Beate!
00:06:09: Ich bin wirklich ganz gespannt was wir von dir lernen können.
00:06:12: dieser Folge.
00:06:12: und so wie jedes Teammember so heißen wir ja hier sind ein team darfst du dich zu Beginn dieser Folge einmal selber vorstellen.
00:06:22: Ich sage immer wie auf so einer FIFA-Karte, ich weiß nicht ob du uns sagen möchtest wie stark deine Defensive Skills sind aber... Wir wollen nur die wichtigsten Fakten über dich wissen, wie so ein kleiner Steckbrief.
00:06:34: Ja also genau ich bin Beate.
00:06:36: Ich kann leider auf der Karte würde glaube ich überall sehr roh stehen.
00:06:41: Also keine Basketballerin Aber ich komme aus Berlin und Bin Ärztin und Journalistin Autorin Und Verheiratet mit Axel und hab zwei Kinder.
00:06:59: mein kurzer Steckbrief.
00:07:01: Ja, voll schön!
00:07:01: Ich habe auch noch mal geschaut was du für deinen Steck Brief auf Instagram geschrieben hast.
00:07:06: da steht auch noch Speakerin, Moderatorin und das steht vor allem noch Achtsamkeit-Trainerin.
00:07:12: Das war mir nicht bewusst vorhin, das fand ich mega spannend.
00:07:15: wie heftig ist bitte das Thema Achtsammkeit Heutzutage?
00:07:19: Ja natürlich es ist auch ein Trend aber Es is wirklich eine Riesenthema.
00:07:25: Und ich hab mich vor ein paar Jahren Also sagen wir mal sofort, ich würde sagen zehn Jahren habe ich das erste Mal als Journalistin darüber geschrieben.
00:07:35: Da hab' ich dann so ein Achtsamkeitskurs mitgemacht also dass du acht Wochen lernt man zu meditieren.
00:07:41: Na es ist so ein üblicher MBSR-Kurs des dauert acht Wochen und geht man jede Woche hin und lernt meditierend das Leben achtsam wahrnehmen.
00:07:52: Und dann habe ich noch ein paar Jahre später entschlossen, weil mich das nicht losgelassen hat und ich dann auch angefangen hab mit Meditationen was ich bis heute mache eben so eine Trainerinnen Ausbildung zu machen.
00:08:05: Ich mache jetzt keine Kurse oder so, dafür habe ich keine Zeit.
00:08:08: Und ich bin auch nicht eine Kursfrau irgendwie.
00:08:12: Aber auf der Meta-Ebene ist das ein Thema was mich total begleitet und übrigens auch wieder ... Was hat das mit mir zu tun?
00:08:21: Also passt zur Achtsamkeit.
00:08:25: Also erstmal wahrnehmen in welche verschiedenen Richtungen die du diesen Satz lesen kannst ist zum Beispiel ein achtsamer Prozess.
00:08:34: Das stimmt,
00:08:35: ne?
00:08:35: Also nicht sofort zu sagen ja ach klar was hat das mit mir zu tun ich nix.
00:08:43: achtsam zurücktreten und nochmal überlegen hey was ist das für einen Satz so?
00:08:48: Ja
00:08:48: aber genau also die Achtsamkeit Trainerin ist vor allen Dingen weil ich diese Meditationen lernen wollte weil mich war das einfach Eine Sache ist, die dein Leben verändert, wenn du das regelmäßig machst.
00:09:02: Voll!
00:09:03: Und deswegen bin ich ganz gespannt, was du uns dazu noch sagen kannst?
00:09:06: Was ist wichtig, weil man über das Thema Achtsamkeit nachdenkt und du hast jetzt so ganz selbstverständlich von Meditation gesprochen... Ist vielleicht für die Person, die sich noch nie weder mit Meditationen noch mit Achtsamtkeit auseinandergesetzt hat nicht der erste Crossover, der in den Kopf kommt Geh doch mal für uns ein bisschen rein.
00:09:27: Was sind die wichtigsten Faktoren bei dem Thema?
00:09:30: Ja, Achtsamkeit ist eigentlich eine Lebenseinstellung.
00:09:33: also wie gesagt ich finde es immer ein bisschen schade das jetzt auch noch Achtsamtkeitslehrer oder vielleicht sogar auch noch Yoga.
00:09:44: Davon würde ich das ganz klar trennen wollen.
00:09:46: Ich bin ja auch Ärztin und es gibt auch ganz viele wissenschaftliche Studien, die sich mit Achtsamkeit beschäftigen.
00:09:53: und eigentlich beschreibt Achtsammkeit den die Fähigkeit zu nehmen wie es ist oder zu sehen was ist.
00:10:02: Ja also wirklich wir sitzen jetzt hier und sprechen und hören uns zu eine Situation einfach wahrzunehmen und auch zu akzeptieren, wie sie eben ist.
00:10:15: Und sich nicht dazu eine Geschichte überlegen die vielleicht sich ein bisschen weniger schlimm anfühlt oder wo ich auch dann verdrängen kann weil es irgendwie nicht geil ist sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.
00:10:29: also Achtsamkeit Und du lernst über die Meditation.
00:10:32: Die Meditation ist eigentlich das Werkzeug, ich kann gleich auch noch mal erzählen was man in der Meditation eigentlich macht.
00:10:39: Das Ergebnis wenn du es regelmäßig machst, ist dass du die Welt um dich rum... Du nimmst es wahr präsent so wie sie ist und nicht so wie du es haben willst.
00:10:49: ja also sehen was es ist Achtsamkeit und das betrifft die sehr schönen Sachen und das Betrifft natürlich aber auch die sehr schwierigen Sachen Und die sehr schönen Sachen, das geht dann auch ein Herr mit ganz innigen Erfahrungen und Verbindungen zu anderen Menschen.
00:11:04: Weil du mit dir verbunden bist.
00:11:05: Wenn du mit Dir verbunden sind kannst du auch mit anderen wirklich verbunden sein.
00:11:12: In schwierigen Situationen hilft es Dir sogar, obwohl es natürlich erstmal richtig scheiße ist sich jetzt klarzumachen in was für eine Krise ich bin.
00:11:24: aber... Du lernst in der Achtsamkeit und in der Meditation lernste zum Beispiel auch, dass alles auch vorübergeht.
00:11:31: Also vielleicht kann ich kurz sagen was man bei meditieren macht?
00:11:33: Ich glaube da gibt es
00:11:34: auch große Missverständnisse.
00:11:37: Vielleicht
00:11:37: können wir da nochmal kurz sagen... Wir haben das vorhin so gesagt und ich glaube so hast du's auch gemeint mit Yoga.
00:11:42: Du hast Yoga nicht bewertet, sondern du hast einfach gesagt so sehen das manche Leute.
00:11:46: Dass es alles ein bisschen spiri irgendwie ist?
00:11:49: Das ist in dieser spirituellen Ecke und da will ich das auf jeden Fall rausholen weil ich glaube dass das eine sehr wirksame völlig spirituelle sekulare Methode ist um mit sich in Verbindung zu sein also sowohl mental als auch körperlich Und das ist genau das, was du lernst.
00:12:12: Wenn du dich auf dein Kissen setzt oder du kannst überall meditieren.
00:12:15: Du kannst wenn du trainiert bist auch in einer oberen Meditierung aber auf jeden Fall setzt du dich hin und du konzentrierst dich auf diesen.
00:12:25: Also im besten Fall schließt du die Augen und du konzentrierst dich auf diesen Zustand.
00:12:29: Es ist keine Trance, wir gehen nicht in Trance oder irgendwelche... jetzt bieh mich mich irgendwo hin?
00:12:36: Oder auch Visualisierung ist eigentlich also dass man sich ganz viele Farben vorstellt, die in den Körper rein fließen.
00:12:44: das kann man machen aber das ist nicht die eigentliche Meditation.
00:12:47: Die eigentliche meditation hinzusetzen, die Augen zu schließen und sich auf das Innere zu konzentrieren.
00:12:55: Und dann nichts zu tun nur beobachten was passiert?
00:13:03: Das muss man natürlich üben.
00:13:05: also wenn man da sich hinsetzt und dass er das erste mal macht, dann denkt man oh mein Gott!
00:13:09: Was ist das hier langweilig?
00:13:10: Man denkt
00:13:10: auch alles einfach.
00:13:11: Man
00:13:12: denkt und du schaltest das Denken aus und du nimmst wahr in der Wahrnehmung.
00:13:18: plötzlich merkst du okay es Irgendwas ist in der Hüfte, zwickt es oder plötzlich kommen ganz viele Gedanken.
00:13:28: Oder ein blödes Gefühl weil du dich heute Morgen mit deinem Partner gestritten hast.
00:13:33: dann wird vielleicht plötzlich deinen Dein Hals ganz eng oder in der Brust Du kannst nicht mehr richtig atmen.
00:13:41: also das die Empfindungen die immer da sind.
00:13:47: darauf konzentrieren wir uns in der Meditation Und dann lernen wir, dass diese Empfindungen kommen und gehen.
00:13:54: Und mehr machen wir nicht!
00:13:55: Das ist Meditation.
00:13:57: Auch so ein bisschen die Bewertung ausschalten?
00:14:00: Ja es ist so ein neutraler Zustand.
00:14:04: Genau das ist auch das Ziel erstmal nicht zu bewerben weil das ist ja wieder ein Bild sondern einfach wahrzunehmen und festzustellen hey ja eigentlich geht's mir gerade ganz gut oder Boah, irgendwie ich komm da gar nicht raus und es begleitet mich immer noch was letzte Woche war.
00:14:24: Okay!
00:14:25: So ist das.
00:14:27: Dem geb' ich jetzt mal Raum.
00:14:29: Ich sag das auch immer wie... Ja, das ist ja auch dieses Bild ne?
00:14:32: Wie Wolken am Himmel bekommen, die gehen Und das finde ich zum Beispiel auch voll tröstend wenn's einem nicht gut
00:14:40: geht
00:14:41: Oder wenn ich ärgerlich bin.
00:14:43: Ich weiß jetzt bin ich richtig doll ärgerlig oder ich super wütend Und ich darf auch diesem Gefühl Raum geben, das ist sogar wichtig.
00:14:52: Aber dann geht's auch wieder und es geht weg!
00:14:56: Ich bin nicht fest von überzeugt, wenn ich die Wut runter schlucke, geht sie eben nicht weg.
00:15:03: Sondern es wird was anderes Schlimmeres draus.
00:15:06: Voll!
00:15:07: Wie oft meditierst du?
00:15:08: Wie hast Du das in Dein Alltag eingebaut?
00:15:10: Weil Du das so gesagt hast... Macht das bis heute seitdem?
00:15:15: Ja, also eigentlich versuche ich das jeden Tag zu machen.
00:15:18: Krass!
00:15:19: Und natürlich im besten Fall macht man... Also ich mache das im besten fall morgens mit der Routine.
00:15:26: Ich sag jetzt mal in besten Falle.
00:15:29: Meine Kinder werden mit den Augen rollen.
00:15:31: Im besten Fall ist Sport dann meditieren und dann irgendwie arbeiten.
00:15:36: Das klappt natürlich nicht immer Aber man sollte das natürlich eigentlich in einem Wachenzustand machen.
00:15:41: Also nicht irgendwie zum Einschlafen oder so, ne?
00:15:45: Mache ich aber auch manchmal.
00:15:47: Das ist auch schön.
00:15:48: Manchmal
00:15:48: kann man auch mal in den Schlaf zu finden und um das Nervensystem zu beruhigen.
00:15:54: Ist ja nicht verboten.
00:15:56: Ein Glück!
00:15:57: Also sagen wir mal so, in meiner täglichen Routine in der Woche mache ich das schon bestimmt vier von fünf Tagen
00:16:05: am
00:16:05: Wochenende nicht weil da machen wir andere Sachen.
00:16:08: halbe Stunde oder wie lange machst du es?
00:16:09: Das
00:16:09: ist eigentlich ganz unterschiedlich.
00:16:11: Also ne, zehn Minuten, fünfzehn Minuten.
00:16:14: Kurzer
00:16:14: Check-in.
00:16:14: Ja,
00:16:15: cool.
00:16:16: Meinst ich mal länger!
00:16:18: Das war ein schöner Einstieg.
00:16:19: jetzt schonmal und ich find's toll dass Du uns auch schon in Deine Morgenroutine mitgenommen hast.
00:16:24: also Du machst den Sport, Du meditierst und dann gehst Du arbeiten und darüber würde ich auch wahnsinnig gerne mit Dir sprechen.
00:16:30: Ich fragte mich nämlich zum ersten Wie kommt man denn dazu wenn man sich durch das ganze Medizinstudium gekämpft hat sehr umfangreich und anspruchsvoll ist.
00:16:39: Dann zu sagen, naja jetzt schreibe ich.
00:16:42: Das mache ich das gar nicht.
00:16:43: Jetzt hör' ich
00:16:43: Journalistin.".
00:16:44: Ja, das haben sich viele Leute gefragt.
00:16:49: Ich hatte immer... Also andersherum bin natürlich mit der Medizin irgendwie verbandelt gewesen weil mein Vater Arzt war Gastroenterologe Dadurch natürlich mit der Medizin irgendwie so im Kontakt war.
00:17:06: Ich wollte es aber natürlich ganz anders machen als er, also das war eigentlich mein Ziel.
00:17:11: Ich werde Medizin studieren, aber ich mache alles anders als er und im Studium habe ich dann... Also ich fand dass schon... Das ist wahnsinnig spannend sich mit dem menschlichen Körper und natürlich auch mit dem was nicht funktioniert zu beschäftigen.
00:17:23: Also ich hab' das jetzt nie bereut, dass ich das studiert habe, Also ich hatte dann mit dem ganzen System so meine Probleme, mit der Hierarchie.
00:17:31: Ich konnte mir auch nicht vorstellen später da irgendwie mich so einzureihen und diesen Weg zu gehen.
00:17:39: Ich fand es auch wahnsinnig irgendwie konservativ.
00:17:42: Und deshalb war mir auch genau zu wenig kreativ ein bisschen.
00:17:46: also der Weg ist so vorgegeben.
00:17:49: Spannend ja.
00:17:50: Irgendwie hat sich da was in mir... Hatte einen Störgefühl so.
00:17:55: Und ja, dann habe ich nach dem Studium mich einfach auch... hab' ich versucht das nicht zu wegzudrängen.
00:18:03: Dass da dieses Störgefühl ist und das habe ich eigentlich bis heute nicht bereut dass ich demnach gegangen bin.
00:18:10: im Nachhinein muss man natürlich sagen Ich habs mir damit auch nicht leicht gemacht also weil Wie ich schon eben gesagt habe, wenn du so eine medizinische Karriere machst.
00:18:17: Das ist jetzt nicht leicht aber man die ist ja relativ klar vorgegeben.
00:18:21: Du hast dann deine Fachrichtung und du hast an deinen irgendwann dein Spezialgebiet im besten Falle.
00:18:26: Hast du einen
00:18:26: Facharzt gemacht?
00:18:27: Ich hab keinen Facharz gemacht.
00:18:28: Aber das machst du ja dann und dann ist der Weg.
00:18:31: Ja Wenn du dich jetzt nicht würde ich mal sagen ganz blöd anstellt ist ja auch ein bisschen vorgegen.
00:18:36: Und ich bin dann in die freie Journalistenwelt gegangen und da war nix vor gegeben und nichts vorgezeichnet und überhaupt keine Sicherheit Und da musste ich mir dann erst mal so meinen Platz erarbeiten.
00:18:48: Aber das war die Zeit um zweitausend und da kamen gerade so die ganzen Wissenschaftsgesundheitsmagazine raus, also ne?
00:18:57: Das war so die Zeit wo die Leute viel mehr... Also ich hab Print gemacht vor allen Dingen.
00:19:03: Ist ja heute jetzt gar nicht aktuell aber das waren schon die... Genau!
00:19:06: Das war sow die Zeit wohl, weiß ich nicht, Zeitwissen und Fokus Gesundheit und Sterngesundleben.
00:19:13: Gezugsleben
00:19:14: kenn ich gar nicht
00:19:15: mehr.
00:19:15: Ja, genau das gibt's auch nicht mehr und das war dann aber für mich natürlich super gut vor allen Dingen auch weil ich abprobiert war.
00:19:24: also Ich bin ja eine abprobierte Ärztin Und das war natürlich für die Verlage auch gut beziehungsweise wie die Redaktion Weil die jetzt nicht eine abgebrochene Medizin also das Branding Genau so.
00:19:33: deswegen mich ganz froh dass sich der Studium dann auch abgeschlossen hatte Und dann habe ich mich sozusagen in diese Welt des Freien oder als Freie eben, in diese wissenschaftsjournalistische Szene dabei geben.
00:19:46: Und hast du es sogar noch ein bisschen weiter getrieben?
00:19:49: Du hast auch eigene Bücher geschrieben und ich wusste dass du auch eigene bücher geschrieben hast aber ich hab zwei von deiner Wikipedia Seite rausgepickt Besonders spannend fand und über die ich gerne noch mal mit dir sprechen möchte.
00:20:01: Und zwar, zwahltausendzwölf ein Buch über Depressionen bei Männern.
00:20:06: das hat sogar einen Depressionshilfepreis gewonnen.
00:20:09: also Ich habe es leider nicht gelesen.
00:20:10: Ich liebe es immer Bücher vorzubereiten sozusagen.
00:20:13: Das habe ich nicht mehr geschafft aber mega spannend Erzähl doch Mal weil Vor allem.
00:20:19: Also das ist Zwei Tausend Zwölf.
00:20:20: Wie gesagt
00:20:21: Ja
00:20:22: Wir sind heute in zweizig sechsundzwanzig Wo wir einfach Ein Wort Für die Situation vieler Männer haben, diese Male-Loneliness-Epidemic.
00:20:31: Und das ist so präsent... Wir reden viel mehr über das Patriarchat!
00:20:34: Wir haben eine wahnsinnig hohe männliche Suizidrate weil offensichtlich wir da ein Thema haben dass keine Lösung findet oder nicht den Raum um in der Heilung zu gehen.
00:20:50: Ja, genau.
00:20:51: Also das ist ein Buch was ich mit einer Kollegin damals zusammengeschrieben habe und der Aufhänger war der Suizid von Robert Emke von dem.
00:21:02: Das war damals danach haben wir das Fußballspieler in der Fußballspiele genau Und bis dahin war ja die Depression überhaupt, egal ob bei Frauen oder bei Männern ein Tabuthema.
00:21:16: Und dann fing das ja so langsam an dass man auch darüber sprach und genau wir haben das dann sozusagen die männliche Depression beschrieben Und ich, also da kann ich jetzt gleich was zu erzählen.
00:21:28: Aber ich würde es gerne dann auch noch verbinden mit dem aktuelleren Buch genau weil das nämlich eigentlich der Counterpart ist.
00:21:35: Also die
00:21:36: weibliche Angst.
00:21:39: Das ist auch das andere Buch dass ich mich mir rausgesucht habe.
00:21:41: Toller Titel!
00:21:43: Also ich würd sagen die männliche Depressionen ist deswegen ja und das ist natürlich heute wieder ein Riesenthema.
00:21:49: Ich glaube auch alle sind ganz groß.
00:21:52: Also das war damals nicht so im Fokus, aber heute diese Identitätskrise die ja junge Männer auch haben.
00:22:00: Wie muss ich sein als Mann?
00:22:02: Was brauche ich und wie soll ich sein in dieser Gesellschaft was wird von mir erwartet gibt es ja ganz viel Unsicherheit und dann diese ganze politische Debatte noch mit Rechtsruck und das alles Das war natürlich damals nicht so präsent.
00:22:17: Aber was heute genauso ist wie früher dass die männliche Depressionen Und auch die männlichen Angst übrigens also dieses ganze Syndrom, sich bei Männern einfach ganz anders zeigt.
00:22:29: Also dass sie das eben ganz anders exprimieren, sage ich mal also ausdrücken die gehen viel eher zum Beispiel in Risiko Also die fahren schnell Auto oder machen irgendwie Risikosportarten.
00:22:44: Die begeben sich eher in gefährliche Situationen, nehmen viel mehr Drogen, Alkohol.
00:22:50: damit wird diese Depression, diese Gefühle, diese Ausweglosigkeit wird damit sozusagen einfach abgetötet.
00:22:59: und Frauen... Und da sind wir jetzt bei der weiblichen Angst.
00:23:02: Frauen gehen eben ganz anders damit um also die gehen viel häufiger und viel eher zur Ärztin oder zum Arzt sprechen mit ihren Freundinnen drüber.
00:23:12: Und dadurch ist die weibliche Angst auch viel präsenter, ja?
00:23:17: Also wir wissen nicht ob... Die weiblichen Angst dieses Buch liegt mir besonders am Herzen, weil ich selbst noch mal so viel gelernt habe über uns Frauen in unserer Gesellschaft.
00:23:28: und die weihbliche Angst ist eben der Ausdruck.
00:23:31: also es ist ein Ergebnis einer ... eines Zustands, der immer noch in der Gesellschaft vorherrscht.
00:23:38: Das ist nämlich das Patriarchat.
00:23:40: uns alle prägt viel mehr als wir das wollen.
00:23:43: Wir haben gerade noch im Aufzug drüber gesprochen.
00:23:44: Genau!
00:23:45: Also das ist zum Beispiel ein Thema dass Mädchen immer noch obwohl wir das uns ja gar nicht vorstellen können anders erzogen werden... ...als Jungs auch von ganz aufgeklärten Eltern.
00:23:59: also weil wir das einfach so in uns haben.
00:24:02: Mädchen Ja, die überlegen nochmal.
00:24:06: Die sind ein bisschen zurückhaltender.
00:24:08: Das sind doch auch die vernünftigen und das hat dann eben auch Folgen.
00:24:12: also die stellen sich dann zurück zum Beispiel wenn es um Entscheidungen geht oder in der Gruppe da sind Jungs lauter und auch selbstbewusster obwohl sie, obwohl da oft gar nichts dahinter ist.
00:24:26: Also wer weiß schon von Fall zu fall aber ja Spannend.
00:24:31: Ja und das ist also, wenn wir jetzt über diese männliche Depression oder die weibliche Angst, dass es wirklich also eigentlich zwei Seiten der Medaille als wir dieses Buch Die Weibliche Angst geschrieben haben, das habe ich auch mit einer anderen Kollegin geschrieben, mit einer Psychologin dann wurden mir natürlich aufgefragt Ist gibt es denn eine spezifische weiblichen Angst?
00:24:50: Die anders ist als eine männliche Angst?
00:24:52: zum Beispiel da muss man klar sagen nein Also die Angst an sich ist dieselbe aber Das Verhalten und was ich damit, wie ich die Angst behandle.
00:25:03: Und wie ich mir da Hilfe suche ist völlig unterschiedlich.
00:25:06: Und das ist bei der Depression eben auch so.
00:25:09: Mega spannend!
00:25:10: Du hast gerade noch einen tollen Satz gesagt du hast selber noch so mega viel über... dich als frau über frauen in der gesellschaft gelernt.
00:25:18: im prozess des buchschreibens sind dann noch so vielleicht ein zwei learnings von denen wir vielleicht auch was
00:25:25: ja also was ich was mich wirklich auch umtreibt ist also wenn ich jetzt diesen titel sage die weibliche angst dann denkt man ja schnell das ist jetzt irgendwie so ein medizinisches buch oder es geht vielleicht auch um angst störungen und ich habe in der recherche auch mit der barbara fogen mit der ich das geschrieben hab haben wir eigentlich so festgestellt Ein Riesenthema und ein großer Bereich des Buches ist überhaupt nicht medizinisch oder psychologisch, sondern es ist gesellschaftlich.
00:25:51: Und das ist genau das was ich gerade beschrieben habe die Situation in der wir alle leben und wie wir aufgewachsen sind und dass Frauen eben von sehr früh an lernen wie sie zu sein haben vor allen Dingen auch wie sie auszusehen haben.
00:26:07: Was die Gesellschaft von ihr erwartet damit sie teils dieser selben sein darf.
00:26:13: Und wenn man das jetzt noch Social Media dazu nimmt, Insta und Serfie-Wahnsinn dann ist es wirklich ein Thema was mich total umtreibt.
00:26:25: Da können wir dann auch gleich... eigentlich ist es wieder so die Brücke zum Sport weil...
00:26:31: Wollte ich auch sagen?
00:26:32: Es ist so!
00:26:33: Ja
00:26:34: also diese Mädchen heute glaube ich aufwachsen, was sie denken wie sie sein müssen und was für ein Bild sie abgeben müssen.
00:26:43: Das ist einfach ja für viele sehr schwierig und die kommen da auch eine sehr schwierige Bahn weil das ist total von außen bestimmt.
00:26:54: Wer bin ich?
00:26:55: Also wer bin ich selbst?
00:26:57: Wie fühle ich mich wie gehe ich raus in die Welt, sondern es ist viel häufiger.
00:27:02: Wie muss ich aussehen?
00:27:03: Wie muss sich sein damit ich da reinpasse?
00:27:05: und das ist nicht gesund Weil dann sind wir nicht bei uns und dann können wir auf diese Bahnen kommen, auf der wir sein wollen oder uns selbst bewusst entwickeln.
00:27:18: Sondern dann machen wir Dinge die andere von uns erwarten.
00:27:22: Und deswegen glaube ich das hat alles auch miteinander zu tun dass auch zu wenige Frauen ganz oben landen oder in eine Führungsposition haben weil dann eben ja auf dem Weg gehen viele Dinge verloren Entweder schon da sind oder die sich so aneignen.
00:27:40: Und bei Frauen gibt es da viel zu wenig Raum, ne?
00:27:43: Es gibt so eine spannende Statistik wenn ich da kurz reingeregen darf... Ich habe nicht tausendmal gecheckt ob sie wirklich stimmt.
00:27:50: Ich hab' sie schon oft gelesen und hoffe sie ist wahr!
00:27:54: Zwei Drittel der Frauen in Führungsposition heute kommen aus einem Sport-Background.
00:28:01: Ja, die Zahl habe ich auch schon gehört.
00:28:03: Also
00:28:03: mindestens und das ist gar nicht so... Und es wurde noch mal vergleichen mit einer Tennis-Karriere eines Mädchens oder einer Frau.
00:28:12: Es ist irgendwie crazy.
00:28:13: natürlich Einzelsport nochmal eine ganz andere Voraussetzung als vielleicht in der Mannschaft umfällt aber ich glaube irgendwie die Chance dass deine Tochter ein Tennis da wird liegt bei Null.
00:28:23: Komma Null zwei Prozent Aber schick sie trotzdem weiter zum Sport denn Zwei Drittel aller Führungspositionen kommen aus dem Sport.
00:28:33: Und ich schwöre dir, das ist auch einer der Gründe warum ich diesen Podcast mache, warum es mein Purpose ist Frauen zu inspirieren weil man lernt so viel beim Sport.
00:28:43: Du musst auch mal laut sein du muss meine Ansage machen aber auch lernen Führungen zu übernehmen und dich unterzuordnen Weil so funktioniert der Verbund.
00:28:53: Du musst sagen was du willst Competition.
00:28:55: entweder bist um einzusport und musst sowieso für dich alleine kämpfen Oder du spielst in einer Mannschaft und möchtest der linke Stürmer sein, die linke stürmerin.
00:29:04: Aber deine beste Freundin vielleicht auch?
00:29:06: Ja ich würde auch sagen dass der Sport und das finde ich irgendwie schön diese Brücke und deswegen bin ich jetzt auch beim Frauen-Sport gelandet ja obwohl ich ja jetzt selber nicht professionelle Sportlerin war aber auch für mich so dieser Weg wenn ich jetzt nochmal von dieser weiblichen Angst und diese Probleme die junge Frauen heute haben sind viel weniger oder die prägen sich weniger aus, wenn Frauen viel eher zum Beispiel mit ihrem Körper und mit sich in Kontakt kommen.
00:29:36: Zum Beispiel über Sport weil diese weibliche Angst ist ja ein Ergebnis von zum Beispiel es gibt auch eine ganz krasse Zahl das bis zu ein Drittel der achtzehn bis dreißigjährigen Selbstzweifel haben.
00:29:50: Das betrifft aber nur Frauen, bei Jungs ist das nicht so.
00:29:54: Ein Drittel bis zur Hälfte.
00:29:57: Die Fremdwahrnehmung und Eigenwahrnähnung bei Frauen driftet viel mehr auseinander als beim Männern.
00:30:04: Und das alles müsste nicht sein, wenn wir viel eher oder wenn Mädchen viel eher auch zum Beispiel über Sport mit sich in Kontakt kommen.
00:30:12: Mit einem Team in Kontakt kommt zu Gehörigkeit erfahren.
00:30:16: Auch mal kämpfen, körperlich kämpfen aber auch um eine Führungsposition, Competition.
00:30:23: genau dass ist also dieses diese.
00:30:26: für mich ist es so der Zusammenhang Frauen, Sport und Gesundheit.
00:30:32: Ich glaube da liegt auch noch ganz viel Brach das wir noch gar nicht wissen was Mädchen wie gut es auch Frauen tun würde und gesellschaftlich sowieso also viel mehr Frauen erreichen mehr.
00:30:44: wenn sie Sportlerinnen waren bin ich auch fest von überzeugt
00:30:48: Ich auch.
00:30:51: Meldet euch an, geht zum Sport!
00:30:53: Und vielleicht muss man dazu sagen ich glaube nicht dass alle jetzt genau irgendwie bei den US Open landen müssen oder Profisportlerinnen werden sondern das sind die Skills die man in jedem Teamsport oder auch im Einzelsport auf allen Ebenen lernt also erst mal mit sich selber im Kontakt zu sein.
00:31:12: wie geht es mir heute?
00:31:14: was kann ich erreichen?
00:31:19: Die Connection zwischen mental und Körper ist beim Sport.
00:31:27: Das hat Franz mal zu mir gesagt, Mama das ist alles hier im Kopf wenn du keinen Bock mehr hast zum Workout zu gehen.
00:31:32: Das ist alles da oben!
00:31:33: Und er denke ich ganz oft dran weil ich mir immer so erkläre mein Körper kann nicht mehr.
00:31:37: Stimmt alles nicht.
00:31:38: Das is alles mental Connection.
00:31:46: wirklich täglich zu erfahren, wenn man Workout macht ist einfach super.
00:31:50: Voll!
00:31:51: Fun Fact.
00:31:52: wo du gerade Franz zitiert hast das hat ich mir noch aufgeschrieben als ich nämlich deine Achtsamkeit gefunden habe musste Ich an ein Zitat von Mo denken und ich glaube dass war in der Doku Und das sag' ich mir manchmal Das war toll.
00:32:05: Er sagte da be where your two feet are.
00:32:10: Manchmal braucht man nur so einen kleinen Satz wie Ja.
00:32:14: Wie das Zitat von Franzis, du gerade genannt hast, dass dich einfach wieder so zurückhört und sagt okay ich habe die Wahl?
00:32:20: Genau!
00:32:20: Ich kann mich in den Zustand bringen, den ich brauche...
00:32:22: genau und dann kann ich auch gleich nochmal weitermachen.
00:32:24: oder
00:32:25: ich kann präsent sein.
00:32:26: ja spannend ja so cool und du hast grade schon angeteasert.
00:32:30: Du hast gesagt du bist jetzt nämlich selber im Sport, im Frauen-Sport gelandet.
00:32:36: tell us all about it.
00:32:38: es gibt nämlich Neuigkeiten.
00:32:43: Das ist jetzt vielleicht ein bisschen, also sagen wir so.
00:32:46: Ich bin ja jetzt viele Jahre in der Sporthalle gewesen und habe über Jungs-und Männer angefeuert meine Kinder und vor allen Dingen andere männliche Basketballer.
00:32:59: Was
00:33:00: auch toll ist!
00:33:01: Und was ich auch weiterhin tun werde.
00:33:02: aber genau es ist jetzt irgendwie auch eine neue Zeit angebrochen Ja, wo ich mich dann natürlich auch jetzt irgendwie... also ich habe jetzt auch ein bisschen aufgehört so diese journalistischen Sachen zu machen.
00:33:16: Ich schreibe jetzt die Bücher und hab' dann auch nach neuen Aufgabenfeldern gesucht, die mich einfach... wo ich für brenne und die mich interessieren.
00:33:23: und da bin ich jetzt halt beim Frauen-Sport gelandet zum Beispiel bei Victoria Berlin natürlich.
00:33:29: Also das finde ich auch sehr spannend weil es eben nicht Basketball sondern Fußball ist Und weil die Frauen von Victoria Berlin, also finde ich einen so geilen Job machen und auf so vielen Feldern eine Vorbildfunktion haben.
00:33:44: Da habe ich einfach gedacht da möchte ich jetzt Psyphone sein oder zumindest unterstützend mal mitbekommen was da geht!
00:33:53: Erzähl mal, wie nimmst du das Ganze wahr?
00:33:55: Übrigens Shoutouts an die Mädels von Victoria.
00:33:58: Wir sitzen hier in deren Office und toll dass sie das für uns organisiert haben.
00:34:02: Wie
00:34:03: erlebst Du die Community?
00:34:05: Wie erlebst Du das Projekt?
00:34:06: Was ist Dir aufgefallen im Laufe Deiner Zeit?
00:34:09: Ich erlebe einen großen Haufen an total inspirierter, also der Haufen, ich sage ein große Crowd an so inspirierten Kraftvollen Frauen und auch Männer, da sind ja nicht nur Frauen.
00:34:28: Und ich finde einfach was sich daran besonders inspirieren finde ist dass sie einfach dran glauben das der Weg den sie gehen der Richtige ist und er is in Deutschland eben sehr häuperig.
00:34:43: Ja, da gibt es viele Kritiker die sagen ja jetzt hier irgendwie Investoren und mit Geld und so das ist doch alles Quatsch.
00:34:53: Wir haben unsere Vereinstruktur in Deutschland, das soll auch so bleiben und das inspiriert mich ungemein dass sie sagen nein weil so bringt's nicht so kommen wir nicht weiter.
00:35:02: und wir wollen wie Felicia gestern gesagt hat Ihr werdet von uns hören.
00:35:10: Mit voller Überzeugung, von uns ist noch zu hören und diese kraftvolle Haltung das ist das erste was mich wirklich fasziniert und dann natürlich ganz viele andere Sachen.
00:35:21: also ich bin jetzt überhaupt nicht in diesem Start-up Business oder im wirtschaftlichen... Das lerne ich gerade alles und das finde ich wahnsinnig spannend aber wirklich einfach ein Fußballclub als Investment oder als Gesellschaft aufzuziehen.
00:35:36: wir brauchen Geld, um uns unabhängig von Männern zu machen und von dieser Vereinstruktur.
00:35:44: Ich glaube fest daran dass das klappen wird.
00:35:46: Ja man hoffentlich wirklich zurzeit läuft es ja auch sehr gut ich glaub vier da sind wir gerade in der zweiten Liga.
00:35:54: ich drücke so sehr die Daumen dass er auch stieg jetzt auch klappt.
00:35:58: aber es ist ja auch grundsätzlich ein bisschen ein Testament was gerade passiert im Frauen-Sport grundsätzlich.
00:36:05: Wir sitzen hier in Berlin, es ist grade die Frauenweltmeisterschaft im Basketball.
00:36:10: Ich hab das schon in vielen anderen Folgen immer wieder gesagt.
00:36:13: für die, die's immer wieder hören müssen.
00:36:14: Das tut mir leid aber so wenn ich in so einer Halle sitze... Ich könnte auch jetzt wieder anfangen zu heulen, wer hatte?
00:36:19: Wenn ich in der Halle setze, zwölf tausend Leute Männer, Frauen, Familien und alle feuern die Mädels an.
00:36:27: Das bedeutet mir so viel.
00:36:29: Wir sind soweit gekommen und das gab's nicht, die werden ernst genommen!
00:36:32: Es ist ein ernstzunehmendes Sport-Event.
00:36:34: da werden wirklich Tickets verkauft es wird wirklich Geld umgesetzt.
00:36:38: What a time to be alive.
00:36:39: Ja, ich habe auch Tränen in den Augen.
00:36:42: Wir müssen zusammen.
00:36:43: Ja genau!
00:36:44: Ich kann direkt anknüpfen weil mir geht das ganz genauso und ich hab wirklich Träne in den Augen gehabt.
00:36:51: Das habe ich auch gesagt zum Beispiel auch als ich den sage jetzt einfach mal und mache Werbung für die Macherinnen.
00:36:59: Also für die Doku ja.
00:37:01: Ich meine Thomas und Timo genau ZTF.
00:37:05: Die habe ich mir natürlich sofort angeguckt als sie rauskamen und ich habe
00:37:09: das Ende.
00:37:10: Ja, genau aber ich hab eigentlich ehrlich gesagt vom ersten Moment an irgendwie Tränen in den Augen gehabt und jetzt hab ich Thomas dann auch gerade gesagt weil das ist für mich natürlich so ein Also das ist so ein Full Circle Moment, dass jetzt die WM hier stattfindet.
00:37:27: Dass es aber auch diese Doku gibt und dass diese Frauen, die sind unglaublich toll ja?
00:37:33: Und da passiert was und das finde ich auch also so bewegend und ich glaube auch, dass das nachhaltig ist.
00:37:41: Wir müssen natürlich alle dafür ganz viel tun, aber es ist jetzt wirklich ein Momentum für den Frauensport Und deswegen habe ich auch Tränen in den Augen.
00:37:51: Ja, es ist so toll!
00:37:53: Bei der Nachhaltigkeit hab' ich immer noch ein bisschen Angst oder Bedenken oder Zweifel weil... Ich manchmal das Gefühl hab', dass wir in Deutschland nicht so einen Fandom ... Wir sind keine Fandom-Gesellschaft so doll.
00:38:11: Also wir sind Fans von der Männer-Fußball-Nationalmannschaft.
00:38:15: Aber das ist auch so einfach, weil das immer gleich ein gesellschaftliches Event.
00:38:20: Du musst ganz wenig machen um dazuzugehören und natürlich volkst du Leon Goretzka auf Instagram.
00:38:26: Er ist der größte Sportler oder so... Das sind die größten Sportler, die wir haben.
00:38:30: aber dieses ich folge jetzt auch nach Weiß ich nicht, Naniara oder Emily Besoit.
00:38:38: Das haben wir irgendwie noch nicht so krass drin habe ich das Gefühl und da ist es ein ganz wichtiger Punkt um diese Nachhaltigkeit vor allem im Frauensport hinzukriegen weil... Und ich glaube der persönliche Connect zu den Spielerinnen ist hier noch wichtiger weil eben teilweise die Liegen noch so unterentwickelt sind.
00:38:55: Im Basketball müssen wir nicht drüber sprechen in der Deutsche Liga gibt's In dem Sinne fast nicht.
00:39:01: Wir müssen sicher gehen, dass wir in der Leibniz-Fiebig folgen, die gerade, wie sagt man Raining WNBA Champion ist
00:39:10: und
00:39:12: da denke ich mal so das ist die Aufgabe eines jeden Einzelnen?
00:39:16: Genau also da hast du natürlich total recht.
00:39:20: Ja, also wahrscheinlich ist man jetzt auch sehr euphorisch und wir sind ja eh in der Bubble.
00:39:26: Wenn ich so toll finde, dann finden es alle auch so toll!
00:39:30: Das trifft ja generell auf Basketball zu.
00:39:32: Ich meine das ist viel größer geworden in Deutschland seit der WM aber es ist trotzdem immer noch eine Bubble wenn man sich die Zahlen anguckt im Vergleich zum Fußball und natürlich bei Frauen erst recht.
00:39:42: Aber ich glaube trotzdem auch dass Das, das.
00:39:50: Das Ziel sein muss, dass wir eben auch den Sportlerinnen folgen und das das Rollmodels werden.
00:39:56: Auch für junge Mädchen und Frauen.
00:39:57: Und ja also da sind wir wieder bei ehrlich gesagt der weiblichen Angst war gestern auch ein schönes Zitat auf dem Victoria Berlin Meeting zum Frauensport warum folgen alle Germanis Next Top Model und nicht den deutschen Sportleren?
00:40:13: Weil wir da eben noch nicht sind.
00:40:15: aber das sollte das Ziel sein und zwar aus ganz ganz unterschiedlichem.
00:40:19: Und ich finde auch, wenn man jetzt die Amerikanerinnen sieht mit was für einem Standing und mit Wasser einer Selbstbewusstheit, die auftreten.
00:40:30: Das ist aber nicht das Problem der Sportlerin, die das nicht so machen sondern... ... die Kultur, in der das noch nicht entwickelt ist.
00:40:38: Und natürlich wir haben nicht dieses Fandom aber ich glaube vorher sind ja... ... noch ganz viele andere gefragt nämlich die Medien,... ...die Companies.
00:40:46: Ich meine die Frauen also die Zielgruppe.
00:40:50: es ist ja eigentlich eine ganz große... ...Zielgruppe an jungen auch ganz vielen Frauen.
00:40:56: junge Frauen die auch gerne Geld ausgeben für Produkte.
00:40:59: nur sie werden halt überhaupt noch nicht angeschwauten Da liegt noch so viel Brach.
00:41:08: Das ist die Aufgabe der nächsten Jahre, dass vor allen Dingen da diese ... Und das sind wir wieder bei der Haltung von den Viktoriafrauen.
00:41:17: Einfach das jetzt mal zu manifestieren?
00:41:20: Ja!
00:41:20: Wir wollen dahin und das ist der richtige Weg und wir zweifeln daran auch nicht.
00:41:26: Diese Haltung muss sich übersetzen auch in andere Bereiche, wo dann auch mal Geld in die Hand genommen wird.
00:41:32: Ja
00:41:32: total und ich bin so gespannt auch zu sehen wo es hinführt weil ich glaube so dieses fandom hat auch noch vor allem bei Frauen oder Mädels einen schlechten Ruf.
00:41:44: Fandom ist Asi, fandom is laut und vulgea Ein dicker Speckbauch, weil man nur Bier trinkt und Currywurst ist so ungefähr.
00:41:55: Aber Fandom kann alles sein!
00:41:57: Und ich glaube auch viele Männer folgen auch einfach nur aus gesellschaftlichem ... weiß ich nicht... gesellschaftlicher Tatsache.
00:42:09: Fußballverein, weil das ist halt so.
00:42:11: Ich würde mir so wünschen dass es genau so ein Selbstverständnis wird, dass auch meine Mädels die überhaupt nicht sportinteressiert eigentlich sind, sich für andere Athletinnen interessieren.
00:42:24: Entweder also weil das ist ja eine ganze Persönlichkeit es ist ne ganze Brand.
00:42:28: vielleicht magst du wie sie ihre Haare macht?
00:42:30: Vielleicht magst Du Ihre aktivistischen Standpunkte
00:42:35: folgt
00:42:35: der Sportlerin einfach weil dass so viel bewirken kann.
00:42:41: Ja, ich glaube auch und das finde ich auch daran, dass ganz spannende, dass Sport heute viel mehr ist als eben dieses Schieß einer ins Tor oder da wirft einen Korb und der geht jeden Tag und trainiert in irgendeiner Halle.
00:42:56: Und ich muss aussagen, da habe ich auch eine ganz große Lernkurve hinter mir weil das war als ich in den achtziger Jahren also ich hab selber viel sport gemacht komme auch aus einer sportlichen Familie.
00:43:06: aber sport war trotzdem Das war eins unter vielen Sachen.
00:43:13: Wenn man sich leisten konnte, hat man Tennis gespielt und dann Fußballclub.
00:43:16: Aber das Sport war irgendwie so ein bisschen ... Ehrlich gesagt, ich bin aufgewachsen.
00:43:21: Sport ist auch ein bisschen banal.
00:43:24: Und genau auch ein bissel prollig.
00:43:28: Wobei ich manchmal Fußball selber sehr prollig finde.
00:43:32: Aber in den letzten zwanzig, dreißig Jahren hat sich das ja total weiterentwickelt.
00:43:38: Also Sport ist Lifestyle.
00:43:41: Da gibt es eine ... Hat mit Fashion zu tun und das finde ich noch mehr im Basketball als im Fußball.
00:43:47: Ist auch
00:43:47: so?
00:43:47: Ja genau!
00:43:48: Aber da gibt es Roller Models und wir müssen sie jetzt nur irgendwie auch positionieren.
00:43:54: Und wir müssen Sie unterstützen.
00:43:59: Ich finde, da kann man schon in die USA rüber gucken und sich fragen, wieso ist das eigentlich in den USA schon so anders?
00:44:05: Das finde ich irgendwie total toll.
00:44:07: Zum Beispiel habe ich jetzt gelesen... Das ist eben an den Colleges.
00:44:11: Es ist gesetzlich festgelegt, dass es Gleichberechtigung herrscht und deswegen sind die Frauen im Sport genauso entwickelt und haben genau so viel Raum und auch Aufmerksamkeit.
00:44:22: Und da werden einzelne Verträge verhandelt mit denen ja bei uns das ist ein Abfallprodukt immer noch
00:44:27: krass.
00:44:28: Und dann müssen wir rauskommen aus diesem Jahr.
00:44:30: Da ist noch bisschen was übrig
00:44:32: voll.
00:44:33: Ich glaube, es passiert ganz viel.
00:44:34: Wir brauchen einfach noch ein bisschen.
00:44:36: Wir müssen alle gemeinsam reinhauen.
00:44:39: Beate, du hast gerade noch was gesagt.
00:44:41: Dass ich aufgeschnappt habe und dass ich benutzen möchte um noch auf ein letztes Thema zu sprechen zu kommen bevor wir in unsere Kategorien gehen.
00:44:50: Du hast gesagt, du hattest selber so eine interessante Entwicklung In deiner Beziehung zum Sport Und das ist nämlich mein Mein catch-up für Das Buch, das du geschrieben hast als Ja über deine eigene Rolle Als NBA-Marm über Franz Unmo.
00:45:06: Weil das war so Ich habe es gelesen, ich dachte so bestimmt ließ das jetzt irgendein Reimund und sagt so oh wie nervig.
00:45:16: Es
00:45:16: geht ja nur um sie.
00:45:18: Und dann dachte ich so Ja!
00:45:20: Das ist der Punkt and that's the point.
00:45:22: Ich hab das so schön empfunden zu sehen wie du deine persönliche Entwicklung als Frau zweier... Unglaublich erfolgreicher Söhne beschrieben hast du eigentlich.
00:45:38: Ach so, dann bist du noch mal rübergeflogen und irgendwie hast dann gemerkt, eigentlich wollten die Jungs an dem Moment gar nicht mehr und das hat was Verrücktes bei dir ausgelöst weil ihr wart doch immer so close und so... Das war ganz interessant!
00:45:50: Nimm uns nochmal mit in das Buch.
00:45:53: der Glanz
00:45:54: In Ihren
00:45:54: Augen.
00:45:54: Ja genau, Glanz in ihren Augen ja sehr gern.
00:46:00: aus einer Motivation heraus entstanden, dass ich für mich noch mal diese ganze Entwicklung der letzten Jahre verstehen wollte.
00:46:08: Also das ist genau wie du sagst und das freut mich natürlich, dass es auch so rüber kommt.
00:46:12: Das war die Motivion, dass eigentlich erst einmal für mich verstehen wollte was da passiert.
00:46:21: Dann habe ich das einfach mal runtergeschrieben, was ich alles erlebt habe.
00:46:25: Und genau wenn wir jetzt den ganz großen Bogen spannen dann ist es tatsächlich so dass ich ja auch eine ganz klassische normale westdeutsche Kindheit genossen habe die okay war und wo ich wie gesagt auch Sport gemacht habe.
00:46:42: aber Also dieser Sport, also ich hab Tennis gespielt und war Schwimm.
00:46:49: Und da war es aber zum Beispiel ... Ich würde sagen das ist auch sehr anders als heute bei den Familien die heute ihre Kinder zum Sport bringen oder bei vielen.
00:46:58: Ich habe das für mich gemacht.
00:46:59: Obwohl mein Vater auch Tennisgespielter hatte kann ich mich überhaupt nicht erinnern dass er selten mit uns gespielt hat.
00:47:05: Sondern das war so... Und ich glaube das ist jetzt nicht nur bei meinen Eltern gewesen sondern in dieser Zeit haben ihr Zeug gemacht ihre Sachen gemacht.
00:47:15: Ja, also meine Eltern haben mich dann auch mal zum Training oder auch zum Turnier gebracht aber dann haben sie mich da abgesetzt und abends wieder abgeholt.
00:47:23: Und irgendwie so war das!
00:47:27: Das war das eine und das andere war eben dass ich Sport.
00:47:30: auch selber muss ich sagen... Da hatte ich immer so einen Vorurteil.
00:47:33: Das sind ja Leute jetzt vielleicht lesen die gar nicht so richtig?
00:47:38: Oder das ist alles ein bisschen ... Und übrigens ist das auch das Vorurteil, was mir dann später sehr oft noch begegnet ist als ich meine Kinder auf
00:47:49: der anderen Seite
00:47:49: stand.
00:47:50: Genau.
00:47:52: So wirklich von guten Freunden die aber eher so aus der nicht sportlichen vielleicht auch eher so künstlerischen Ecke kam aber irgendwie da überhaupt keine Connection hatten.
00:48:01: und da habe ich selber gemerkt wow!
00:48:02: Ich hab hier jetzt eine ganz große Lernkurve zurückgelegt Da hat sich für mich was geöffnet.
00:48:10: Ja, also der Sport ist... Also ich habe dann verstanden und ja auch erfahren und bin Teil mittlerweile davon wie viel mehr Sport ist als einfach nur irgendwie Leistung und Disziplin.
00:48:22: weil das wurde uns immer vorgeworfen ihr züchtet eure Kinder ihr wirklich diesen Satz haben wir gehört.
00:48:28: Was macht ihr da immer?
00:48:30: Es geht nur um Leistungen und es wurde so abgewertet.
00:48:34: Und da bin ich heute sehr froh dass in diesem Buch eben für mich auch verstanden habe, dass das alles Quatsch ist und dass das viel mehr ist.
00:48:44: Und dass ich den großen Blumstrauß jetzt sehen kann, ja?
00:48:48: Den Sport einfach hat und dass es Teambildungen, Zugehörigkeit sich selber erfahren auf andere achten.
00:48:56: also da sind alle Themen drin.
00:48:58: Ja und genau das ist die Lernkurve, dass ich dann irgendwann als ich meine eigenen Kinder hatte gesagt habe.
00:49:05: Nee!
00:49:05: Ich möchte sie unter.
00:49:07: und das kommt noch ein zweiter Punkt glaube ich dazu der mir sehr wichtig ist.
00:49:12: Das ist am Anfang war auch noch unerfahren und bin dann ja mit Morz zum Fußball gegangen und da hab' ich schon auch gefremdelt.
00:49:20: also da wurde auch geschrien und wenn ich da meine Zeitung unter Ahn hatte, wurde ich da ein bisschen belächelt und so ne?
00:49:26: Aber Was ich dann gemerkt habe und das hab' ich natürlich als Mutter erfahren, ist dass es für mich egal war, worin ich mein Kind unterstütze.
00:49:40: Ich möchte wenn es dafür brennt meinen Kind unterstützen.
00:49:43: Und also das ist dieses Bedingungslos.
00:49:45: Ja?
00:49:45: Ich stelle nicht die Bedingung, dass ich's spannend finde am Spielfeldrand sondern erst mal... dass der Glanz in seinen Augen da ist.
00:49:55: Und das ist, glaube ich dann auch so eine wichtige Voraussetzung, dass ein Kind sich entfalten kann wenn du da jemanden hast, der an deiner Seite ist und dich in dem was zu machen möchtest einfach... unterstützt und keine Bedingungen stellt.
00:50:14: Nicht sagt, du musst aber dann in diesem Turnier auch die meisten Körbe werfen oder wir machen das nur wenn.
00:50:20: also ich habe es einfach versucht zu unterstützen ohne mich selbst in den Vordergrund zu stellen.
00:50:27: Ich glaube ehrlich gesagt war das nicht ganz schlecht.
00:50:33: Wir haben natürlich viel darüber gesprochen und auch reflektiert.
00:50:36: Wir kennen auch viele Sportlerfamilien, wo das vielleicht anders gelaufen ist, weil da auch ein ganz hoher Druck bei den Kindern war.
00:50:42: Weil sie die Karriere der Eltern vielleicht vollenden sollten, die vielleicht nicht geklappt hat.
00:50:48: Und das weiß ich nicht.
00:50:49: Das war bei uns glaube ich aus verschiedensten Gründen ... Den Druck gab es nicht so richtig!
00:50:55: War mir gar nicht klar.
00:50:58: Hat dein Mann
00:51:00: Sport gemacht?
00:51:00: Ja genau, der war Sportler... Der war siebzehn als die Mauer gefallen ist.
00:51:08: Also der hat eine klassische Ostsport-Karriere im Handball gemacht, also der war auch auf einer Ostsportschule.
00:51:15: Also er ist tatsächlich in diesem System groß geworden...
00:51:18: Da war viel Druck!
00:51:19: Da war ganz viel Druck genau.
00:51:21: und der hat dann, als die Mauer gefallen ist und die Wände kamen, das war das erste was er eigentlich selbst beschlossen hatte.
00:51:30: Hör jetzt auf.
00:51:31: Also in dem Moment, wo er damit auch hätte gut Geld verdienen können mit dem Handball hat er gesagt Jetzt ist Schluss und ich werde die Welt entdecken.
00:51:39: Ich will
00:51:39: jetzt Freiheit und ich möchte all das noch erleben was da noch.
00:51:43: und deswegen Er war eigentlich fertig damit Mit diesem ja mit diesem Sport der so Und bei mir war das gar nicht.
00:51:51: also Deswegen haben wir uns dann zusammengetan und die Kinder so auf In diesen Mix so dann so begleitet.
00:52:00: Auf viele wilde Events habt ihr sie auf jeden Fall begleitet.
00:52:03: Auf zwei NBA-Draps, auf olympische Spiele und auf Europameisterschaften.
00:52:10: Wenn du das jetzt nochmal so ein Zurück verfolgst und Revue passieren lässt, wo würdest du denn sagen... Also der Weg ist natürlich noch nicht abgeschlossen ganz eindeutig.
00:52:20: aber wo hat dich dein Sportweg hier deine Entwicklung hingeführt?
00:52:27: Also genau, der Weg ist noch nicht abgeschlossen.
00:52:30: Aber es ist schon etwas abgeschlossen würde ich auch sagen nämlich diese Phase wo wir die Kinder begleitet haben.
00:52:35: also das sind jetzt keine Kinder mehr und ich habe auch mit diesem Buch eben für mich so einen Abschluss gefunden.
00:52:44: Also für mich hat das jetzt eine ganz große Veränderung gebracht, also ich habe dann so diese Schreiber und das will ich auch weitermachen.
00:52:51: Ich würde weiter schreiben auf jeden Fall.
00:52:54: aber ich glaube was es aus mir gemacht hat ist dass sich auch durch die Erfahrung über die Kinder weiterentwickelt habe und jetzt auch mich traue, in Bereiche reinzugehen.
00:53:07: Jetzt vielleicht wie gesagt da bei Victoria mal genauer zu gucken was also?
00:53:12: es fand ich gestern wahnsinnig spannend diese wirtschaftlichen Entwicklungen im Frauen Sport einfach auch mal in Bereichen reinzugucken die ich noch gar nicht so kenne ob das jetzt irgendwas Wirtschaftliches ist oder Unternehmen führen oder oder Und aber auch alle Themen, die auf meinem Weg bisher Thema waren zusammenzuführen.
00:53:35: Also auch die Medizin, die Gesundheit den Sport, den Journalismus.
00:53:40: eigentlich ist ja alles in der Arbeit, die ich jetzt mache mit drin was sich... Total, auch wieder wie so ein Full Circle moment anfühlt.
00:53:50: Ja voll!
00:53:51: Spannend
00:53:52: ja und wir freuen uns natürlich dich weiter im Auge zu behalten und herauszufinden wo die Reise noch weiterhin geht.
00:53:58: und während ich das sage stelle ich dir hier schon mal unser Glas, unser rudimentär zusammengeschussetes Glas hierhin.
00:54:07: du darfst sehr gerne jetzt auf blind
00:54:09: ziehen
00:54:10: mit welcher Kategorie wir jetzt starten
00:54:13: Weil
00:54:13: wir haben noch eine zweite Hälfte.
00:54:15: So aufgeregt?
00:54:17: Was wird da wohl stehen, Beate?
00:54:21: Einwurf!
00:54:21: Direkt!
00:54:22: Mensch und ich hab das Gefühl der passt auch ganz gut inhaltlich.
00:54:26: Was hast du
00:54:27: mitgebracht?!
00:54:29: Ja, wir haben ja gerade über meine Entwicklung gesprochen und wo es jetzt hingeht.
00:54:34: Als hätten wir es geplant?
00:54:37: Das ist natürlich nicht mein anleiniger Verdienst aber ich darf sagen dass ich auch eine neue Aufgabe habe über die ich mich sehr freue weil wir eben seit diesem Sommer eine Non-Profit Organisation gegründet haben.
00:54:51: also die Jungs Moritz und Franz und Axel und Ich sind mit Gesellschaften aber vor allen Dingen Moritz Wagner Family for Future und diese Non-profit Organisation ist eben eine Form für die Jungs etwas zurückzugeben.
00:55:10: Und da darf ich mitarbeiten in der Geschäftsführung, das macht schon sehr großen Spaß!
00:55:17: Wir haben viele, viele Ziele und freuen uns auf ganz viel Projekte.
00:55:26: Und ich mich auch auf ganz viele Themen die wir da in Zukunft beackern werden.
00:55:32: Du musst natürlich auf jeden Fall erzählen wie kam es dazu?
00:55:35: Wie habt ihr das Ganze auf die Beine gestellt?
00:55:39: Also Moritz oder beide haben schon seit vielen Jahren den Wunsch die Planung so ein bisschen gehabt, dass sie auf jeden Fall eine Stiftung oder eine GGmbH in irgendeiner Form etwas kreieren wollen.
00:55:55: Wo Sie eben das zurückgeben können was Sie selbst erfahren haben und Genau, dann ist das ja erst mal waren viele andere Sachen.
00:56:03: Dann waren ja auch so viele große Turniere und alles möglich.
00:56:06: Und
00:56:06: ihr habt alles gewonnen?
00:56:11: Ja, genau!
00:56:12: Und diesen Sommer war da jetzt zum ersten Mal auch wirklich viel Zeit und sie waren auch lange in Berlin was auch gut war damit man natürlich diese Gründung irgendwie zusammen vorbereiten kann.
00:56:22: und es gibt jetzt diese ... Wir gehen jetzt also... Wagner Family for Future ist jetzt in der Welt, das Baby ist geboren.
00:56:33: Das Ziel ist eben zurückzugeben was sie selbst erfahren haben und zwar in Form von einem Raum schaffen in dem Kinder- und Jugendliche also wir haben schon eine klare Zielgruppe dass erfahren dürfen was Moritz und Franz erfahren habe nämlich Wie gesagt, einen Ort und vor allen Dingen aber auch eine Gruppe an Menschen wo sie sich zugehörig fühlen.
00:57:01: Wo Sie sich sicher fühlen und wo sie entdecken können wer sie sind und was sie wollen.
00:57:06: also weil das ist das glaube ich so der Schlüsselmoment für beide dass die das im Rückblick verstanden haben ihre ganze Karriere über eine ganz große Traube an Menschen, um sie rumwandt die an sie geglaubt haben.
00:57:18: Und das ist das wo Sie selbst ganz viel Kraft draus gezogen haben und wo Sie daran glauben dass ein Mensch alles aus sich rausholen kann wenn es eben andere Menschen gibt, die an dich glauben und mit dir den Weg gehen.
00:57:35: Und diesen Raum wollen wir schaffen in den verschiedensten Projekten.
00:57:39: Also erst werden wir sicherlich Projekte fördern, aber wir wollen auch eigene Projekty machen und vor allen Dingen wollen irgendwie so einen authentischen Weg finden, das miteinander zu stärken.
00:57:51: Und nicht jetzt irgendwie zu sagen ja hier haben wir ein bisschen Geld und da haben wir noch mehr Geld und macht mal sondern es soll wirklich dieses Gefühl der Zugehörigkeit entstehen und miteinander auf einen Weg gehen.
00:58:07: Da wollen sie auch selber daran teilhaben, sofern das zeitlich möglich ist.
00:58:12: Wie macht ihr das?
00:58:15: Vereine oder die Projekte, oder stellt ihr selber was auf die Beine?
00:58:19: und ja das Thema Community Building ist nicht einfach.
00:58:23: Da gehören ganz viele Softwarefaktoren dazu, ganz viel Mensch zu Mensch Arbeit damit es wirklich funktioniert.
00:58:30: wie geht ihr daran?
00:58:31: Also wir haben jetzt im Moment ein kleines Team hier in Berlin.
00:58:34: Das wird bestimmt denke ich mal auch noch wachsen.
00:58:38: aber wir starten jetzt erstmal mit einem kleinen Team Und Ja Wir machen das eigentlich glaube ich genauso wie das für die Jungs sich auch anfühlt.
00:58:47: Also es muss authentisch sein, also ich glaube es sind schon Projekte zu uns gekommen und wir suchen uns aber auch Projekten und es sollten auf jeden Fall Themen sein wo sich alle irgendwie wiederfinden.
00:59:03: Also ja, die Jungs wollen jetzt nichts unterstützen was mit ihnen eigentlich nicht zu tun hat sondern sie wollen diesen Gedanken.
00:59:11: wir haben auch dieses schöne Narrativ keiner wächst allein also nobody grows alone.
00:59:17: Wir wollen immer das Gefühl da sein okay da ist jetzt wieder so eine Gruppe und da können Kinder- und Jugendliche wieder diesen Raum haben und entdecken, wer sie sind.
00:59:32: Und an sich selber glauben weil andere Menschen an Sie glauben.
00:59:36: und das was ich auch noch sagen will und was ich sehr wichtig finde Das muss jetzt gar nicht nur Sport sein.
00:59:42: Also Basketball und Sport ist die Sprache natürlich, weil das liegt ja nahe aber wir wollen auch in anderen Bereichen also Kunst Kultur Musik weil ich meine jeder brennt für Sport Und es geht denn Jungs überhaupt nicht darum jetzt die nächste Leistungskarderschmiede dazu entwickeln.
00:59:59: und sie wollen auch nicht irgendwie die besten Schüler rauspicken sondern Es geht ihnen um genau dieses Gefühl.
01:00:07: Da ist jemand, der an mich glaubt und ja ich darf mich trauen jetzt diesen Weg zu gehen.
01:00:13: Ob das jetzt irgendwie der Sportverein ist oder ob es ein Kunstprojekt ist wo Jungs anfangen irgendwie mit Holz zu basteln keine Ahnung wissen wir noch nicht.
01:00:25: aber darum geht es.
01:00:28: Das eine oder andere konkrete Projekt euch rausgepickt, oder?
01:00:32: Ja wir hatten jetzt schon das erste Projekt und das war auch total schön im Rahmen der Weltmeisterschaft.
01:00:39: Das Alba Girls Festival haben wir mit unterstützt.
01:00:42: Das war richtig toll die sind aber alle schon wieder zu Hause.
01:00:44: Es waren U-Achzehn Mannschaften aus wirklich verschiedensten Ländern aus Indonesien aus Afrika aus New York also ganz viele Teams mehrere Teams keine Nationalmannschaften, sondern Mädchen die einfach in Berlin zusammengekommen sind und sich kennengelernt haben.
01:01:05: Und natürlich auch ein Turnier gespielt haben aber vor allen Dingen auch die unterschiedlichen Kulturen, die unterschiedliche Lebensarten entdecken sollten und ich glaube das war eine ganz ganz großartige Geschichte und also der Auftaktabend war schon ganz toll.
01:01:21: Die haben dann auch zusammen gemalt und die haben nachher noch zusammen getanzt.
01:01:26: es ist super!
01:01:27: Herrlich.
01:01:28: Und wie genau können wir uns dann die Arbeit vorstellen?
01:01:30: Was genau macht ihr jetzt zum Beispiel bei diesem Mädchenturnier?
01:01:35: Also das war jetzt auf jeden Fall am Anfang, da haben wir jetzt erst mal, das haben wir gefördert und mit sozusagen realisiert damit es überhaupt stattfinden kann.
01:01:46: Und wir wollen in Zukunft aber auch mit konzeptionär entwickeln.
01:01:51: also wenn neue Projekte irgendwie auftauchen dann wollen wir selber inhaltlich auch mitwirken.
01:02:00: Das kann zum Beispiel ein Thema Es kann um Werte gehen.
01:02:04: Also welche Werte sind uns wichtig und wie können wir das zum Beispiel in einem Workshop mit Kindern erarbeiten, die noch nie was gehört haben davon?
01:02:14: Wie gehen wir eigentlich miteinander um?
01:02:15: oder was ist eine Haltung?
01:02:17: oder so auch total wichtiges Thema Werbeing und emotionale Gesundheit, mentale Gesundkeit finde ich auch ganz wichtig.
01:02:28: Ja,
01:02:29: genau dein Thema.
01:02:31: Aber es kann auch eben einfach mal ein Kunstprojekt sein wo Kinder zum Thema Identität ein Projekt erarbeiten und über sich selber lernen, okay wer bin ich?
01:02:48: Was wir vorhin schon gesagt haben.
01:02:50: Und aber was wichtig ist dass es in irgendeiner Form auch immer zu unserem Narrativ passt und zu den Jungs natürlich auch passt und aber auch zu dem Projekt.
01:03:00: also das muss natürlich auch matchen
01:03:02: voll.
01:03:04: Vielleicht kommt diese Frage die nächste jetzt zu früh, weil offensichtlich ihr seid gerade ganz frisch gegründet.
01:03:11: Ganz am Anfang und du hast uns schon so sehr schön erzählt, wofür ihr stehen möchtet, wo ihr hinmöchtet.
01:03:17: Gibt es aber sowas wie ein Nordstern bei euch?
01:03:21: Wollt ihr in zehn Jahren oder eine Legacy, die ihr hinterlassen möchtete?
01:03:25: habt ihr so ne übergeordnete Mission?
01:03:28: Ja, also ich glaube die übergeordnete Vision oder auch der Wunsch ist einen eigenen Ort zu haben.
01:03:36: Also einen eigenen Campus... I don't know!
01:03:41: Mit Schule ist es ja in Deutschland ein bisschen schwierig.
01:03:43: aber so ging das eigentlich los dass Moritz mal gesagt hat er möchte eine eigene Schule haben.
01:03:49: Da muss man jetzt mal gucken.
01:03:51: Ich würde eher sagen wir nehmen mal dieses den Begriff Raum im weitesten Sinne.
01:04:01: Aber wir wollen eigentlich in zehn Jahren einen eigenen Raum haben, wo sich diese Community trifft und wo wir das umsetzen, wofür wir stehen.
01:04:16: Ist dieser Raum in Deutschland oder ist der Raum überall?
01:04:20: Sind es viele Räume?
01:04:24: Da sind wir gar nicht festgelegt.
01:04:28: Wir starten auf jeden Fall in Berlin, weil das war auch ein ganz starker Wunsch von den Jungs erstmal hier was zurückzugeben wo sie eben auch ganz viel erfahren haben und wo sie einfach herkommt.
01:04:39: Und was ihre Heimat ist.
01:04:40: aber ja das wird auf jeden fall weitergehen und sich auch bestimmt weltweit hoffentlich ausbreiten.
01:04:50: Na kann
01:04:50: gut!
01:04:51: Toll!
01:04:52: Ach herrlich!
01:04:53: Ja mega die Daumen sind gedrückt für diesen toll
01:04:57: Große Pläne.
01:04:58: Ja, aber nur so passiert was oder?
01:05:00: Und man sagt ja immer Reach for the Stars oder Reach Shoot For The Moon ich weiß es nicht.
01:05:06: You might reach on a star.
01:05:08: Sky is the limit Genau.
01:05:09: also natürlich ist das jetzt ein großes Wort auch wenn ich sage wir wollen einen eigenen Raum schaffen.
01:05:12: Aber ich glaube auch man muss das Big Picture einfach haben und auch aussprechen sonst Sonst passiert es
01:05:19: nicht.
01:05:19: Nee, so wie du nämlich sagst ist das alles hier oben oder wie Franzis sagt und nur so schafft man Dinge
01:05:26: toll.
01:05:28: Ich
01:05:28: freue mich!
01:05:28: Vielen Dank!
01:05:29: Das war ein schöner Einwurf auf den wir uns sehr freuen alle gemeinsam natürlich.
01:05:35: und wenn Du möchtest bearte darfst Du hier nochmal ziehen.
01:05:37: zwei kleine ... Dinge haben wir nämlich noch in Petto.
01:05:43: Head Coach?
01:05:44: Ja ich bin so gespannt.
01:05:46: Der Head Coach ist die Kategorie, in der unser Team-Member uns verrät wer oder vielleicht auch was.
01:05:55: Also welche Tätigkeit oder überrascht uns?
01:05:59: In deinem Leben für dich agiert oder vielleicht in einem bestimmten Moment agiert hat wie ein guter Head Coach für seinen Athleten oder seine Athletin.
01:06:10: Also einen Moment wo ich das Gefühl hatte da... Das war sozusagen der
01:06:16: eine helfende Hand.
01:06:20: Und ist das eine Person?
01:06:22: Wir hatten auch schon, dass laufen war der Head Coach.
01:06:24: Jemand hat auch schon gesagt ich bin selber mein Head Coach weil ich immer die Lösung für mich finde.
01:06:32: Also du verstehst, dass du checkst.
01:06:34: Du checkst ja das Prinzip.
01:06:38: Ja ich verstehe das Prinzip Ich.
01:06:41: mir fällt es jetzt schwer auf eine Person zu begrenzen.
01:06:47: Was mich schwer fasziniert hat, muss ich tatsächlich sagen waren einige andere Frauen in den USA die Mütter von anderen NBA-Spielern.
01:06:58: Wir hatten da so ein kleines Event vor ein paar Jahren bei den Orlando Magic und da waren fünf NBA-Mütter eingeladen Und das war so eine geballte Frauenpower da auf der Bühne.
01:07:10: Und ich war natürlich die einzige Europäerin und war auch, glaube ich ... Ja also... Das war eine irre Kraft was diese Frauen alle in ihrer Unterschiedlichkeit da auch gezeigt haben.
01:07:27: Und das hat mich irgendwie nachhaltig beeindruckt.
01:07:34: Mütter auf die Eins, würde ich sagen.
01:07:36: Toll!
01:07:37: Genau
01:07:38: und es geht ja weit über das Muttersein hinaus.
01:07:41: aber Frauen auf die eins hat mich beeindruckt weil sie eben für was stehen was sich gar nicht so wahrgenommen hatte dass man dafür irgendwie stolz sein kann oder wirklich dass man da etwas geschafft hat jetzt tatsächlich in ihrer Vorbildfunktion als Mutter, aber auch in ihrer Vorbild-Funktion als Frauen.
01:08:05: Und das sind diese ganzen Arbeiten und diese ganzen Sorgen und Ängste die man hat und alles was man macht in einer bestimmten Zeit um einen Menschen zu begleiten jetzt als Mutter oder auch als Head Coach.
01:08:19: Die gar keiner sieht ja?
01:08:22: Wie kraftvoll sie sind und dass man darauf auch stolz sein darf.
01:08:26: also das kommt mir jetzt so ganz spontan.
01:08:28: Ja ist schön!
01:08:29: Und diese Frauen, wie waren die?
01:08:31: Waren das selbstbewusste Frauen?
01:08:34: Was haben sie ausgestrahlt.
01:08:35: Was hat dich gecatcht?
01:08:37: Also hat ... Genau.
01:08:41: Totales Selbstbewusstheit ihrer Rolle.
01:08:45: Das hat mich gecatched und zwar alle sind sehr unterschiedlich gewesen.
01:08:49: Wie gesagt ich war da so als Europäerin oder als Deutsche natürlich ein bisschen... Ja, genau.
01:08:55: Ich habe da so ein bisschen gefremdelt.
01:08:59: aber Filmproduzentin, woman NBA-Spielerin... Also
01:09:08: alle auch mit so krassen Karrieren noch?
01:09:10: Nicht
01:09:10: alle!
01:09:11: Aber trotzdem alle eben in ihrer Persönlichkeit total stark.
01:09:20: Das hat mir gezeigt Es muss gar nicht, es muss jetzt nicht der lange Titel sein und die fünfzehntausend Funktionen, die man irgendwie in seinem Leben schon erarbeitet hat.
01:09:33: Sondern es kommt so viel darauf an wer du als Person bist und was Du als Person ausstrahlst Und was Du mit dem was Du in deinem Leben erfahren hast machst.
01:09:43: ja dass Du das selber wahrnimmst wer Du bist ... dadurch eine Strahlkraft hast, von der andere was lernen können.
01:09:52: Was bringt mir das jetzt?
01:09:53: Also ich finde auch immer, dass... Jetzt schweife ich vielleicht ein bisschen ab aber wenn man auf einer Party jemand trifft und du als erstes die Frage stellst, okay und was machst Du beruflich?
01:10:01: Das ist einfach so boring!
01:10:03: Ja also im Grunde sollte man sich viel mehr davon leiten lassen, was resoniert bei mir, wenn ich diese Menschen sehe?
01:10:10: Und was strahlt die
01:10:11: aus?!
01:10:13: Da kommen wir wieder zu dem Eingangssatz.
01:10:15: Was hat das mit mir zu tun?
01:10:16: Warum resoniert es bei mir, dass diese Person mich gerade fasziniert?
01:10:21: Das finde ich viel wichtiger als Sammeln von Doktortiteln.
01:10:28: Ja toll!
01:10:29: Schön gefällt mir sehr gut.
01:10:32: Danke.
01:10:33: Gibt's natürlich und ich glaube da kann auch jeder mit was anfangen... Das hat was mit jedem zu tun, weil jeder kennt das Gefühl du triffst jemanden auf einer Party oder keine Ahnung und hast so sofort dieses Boah.
01:10:45: Also ich finde das deswegen wichtig, weil unsere Welt ja davon getrieben ist und auch natürlich bestimmt wird.
01:10:54: Ich bin was ich gemacht habe und ich bin was er erreicht habe.
01:10:58: Und das stimmt natürlich.
01:10:59: also ich würde auch... Ich hab selbst lange Jahre dafür gekämpft dass meine Kinder einen Studienabschluss machen was fast nicht geklappt hat aber... Das
01:11:07: ist sie gar nicht!
01:11:08: Naja!
01:11:10: Aber
01:11:10: heute bin ich fein damit.
01:11:12: Da bin ich schon fest von überzeugt, dass es wichtig ist sich zu bilden und auch Abschlüsse zu machen usw.
01:11:18: Aber noch viel wichtiger ist eben ja den ganzen Schatz an Erfahrungen, die ich in mir trage selbst wahrzunehmen und denen irgendwie auch zu leben so dass andere da anknüpfen
01:11:32: können.
01:11:33: Toll, toller Head Coach!
01:11:35: Vielen lieben Dank Beate.
01:11:37: und
01:11:37: zu guter Letzt darfst du noch einmal in das Glas greifen?
01:11:44: Überraschung für dich.
01:11:45: Oh!
01:11:47: Das Shootout, ich habe das Shoot-Out selber vorbereitet.
01:11:51: Es ist eine kurz Fragenrunde, schnell Fragenrunden.
01:11:55: Du darfst kurz oder länger antworten wie es sich für dich gut anfühlt?
01:11:59: Bist du bereit?
01:12:00: Ja.
01:12:00: Traumelbibbeln Was is dein Sport?
01:12:07: Tennis hatten wir schon so ein bisschen.
01:12:09: Also du meinst tatsächlich Sport, ja?
01:12:11: Ja!
01:12:12: Ich habe es vorhin schon gesagt ich mache einen wilden Mix und versuche das sehr regelmäßig zu machen.
01:12:20: unglaublich gern.
01:12:21: mittlerweile zum Cycling.
01:12:23: Genau, ich mache Krafttraining und spiele auch noch Tennis.
01:12:28: Und Schwimmen mache ich nicht mehr so gerne das ist mir irgendwie zu einsam.
01:12:32: aber ja das ist ein Wildermix.
01:12:34: natürlich Pilates und Yoga das mache ich sowieso Aber in letzter Zeit ist tatsächlich Cycling dazugekommen.
01:12:40: früher bin ich viel gelaufen.
01:12:43: Ja Schöner Mix!
01:12:44: Das ist doch gut.
01:12:46: Was findest du wichtiger?
01:12:47: Talent oder Disziplin?
01:12:52: Oh, das ist schwer.
01:12:56: Ich glaube tatsächlich... Disziplin...
01:13:05: Du hast mich richtig gestresst!
01:13:06: Ja, Disziplinen stressen mich.
01:13:08: der Begriff.
01:13:08: Er
01:13:09: ist
01:13:09: eher negativ belegt obwohl ich natürlich weiß ohne Diszipling geht es nicht.
01:13:21: Ich glaub tatsächlich Disziplein.
01:13:23: trotzdem
01:13:24: Ich finde es witzig, dass du zu reagierst.
01:13:26: Weil ich habe das aufgeschrieben und dachte so... Ich glaube sie sagt eigentlich Spaß!
01:13:32: Sie sagen weder noch... Ja
01:13:33: natürlich.
01:13:35: Ich
01:13:35: würde auch gerne wieder noch sagen wenn nicht das dürfte aber ich bin ja auch sehr... Also ich versuche schon immer alles richtigzumachen Wenn du mir jetzt zwei Möglichkeiten gibst.
01:13:43: Aber wenn ich mir was anderes aussuchen durfte dann würde etwas anderes in der Mitte stehen.
01:13:51: Was
01:13:51: würde da noch stehen?
01:13:52: Ja, da würde ... Da würde stehen Spaß und da würde stehen Connection.
01:14:00: Und Verbindung.
01:14:02: Ja schön.
01:14:03: Passt perfekt zum nächsten!
01:14:04: Was ist dein Lieblingsfamilien-Ritual das ihr habt?
01:14:12: Also ich finde zusammen Essen total wichtig.
01:14:16: Geht wahrscheinlich so oft.
01:14:17: Wie nicht so
01:14:18: oft... Und oft hängen wir auch einfach auf dem Sofa zusammen ab Und auch mal Momente, wo gar nicht geredet wird.
01:14:28: So einfach nur zusammen sein.
01:14:30: Schön!
01:14:31: Connection.
01:14:33: Was ist dein Lieblingsbuch?
01:14:37: Also tatsächlich der Distelfink.
01:14:40: Den kenne ich nicht.
01:14:41: Oh Gott jetzt habe ich die Autoren vergessen.
01:14:43: es ist ein wahnsinniger spannender Roman über einen jungen Mann eine sehr überraschenden Lebensweg hat und das ist gar nicht, gar kein schöner Roman.
01:14:58: Es ist sehr schwer aber es ist unglaublich gut geschrieben.
01:15:02: Peinlich dass sich jetzt die Autoren nicht weiß... Das macht nichts!
01:15:04: Ich
01:15:04: werde sie hier zufügen in den Shownauts Was war cooler?
01:15:09: Die WM oder die EM?
01:15:11: Oder Olympia?
01:15:15: You've been around.
01:15:18: Also ich würd schon sagen, die WM war.
01:15:20: Die
01:15:20: wars?
01:15:21: Die
01:15:21: wars!
01:15:21: Das war schon sehr, sehr krass ja.
01:15:24: Glaub' ich.
01:15:25: Bei der EM das war auch richtig toll aber bei der WM es war einfach so überraschend... also erstmal natürlich diese Orte an denen wir waren Okinawa und dann Manila, das war auch einfach so ein krasser Ort.
01:15:42: Also diesen Gegensetzlichkeiten aber dann einfach dieses wie sie da durchgerauscht sind.
01:15:48: also wie gesagt acht Spiele, acht Siege.
01:15:52: Ja es war ein Rausch.
01:15:54: Toll ja glaube ich dir aufs Wort und wer möchte kann deine Erlebnisse nochmal im Buch nachlesen oder hören?
01:16:01: Ich habe's gehört.
01:16:02: die letzte Schnellfrage ist lieber schreiben oder lieber sprechen?
01:16:10: Ich glaube, letzteres mache ich natürlich ungefragt viel häufiger.
01:16:14: Aber wenn ich genug Zeit hätte und auch muss ich sagen genug Muße, also ich habe dann auch oft so ein irgendwie das ich dann keinen Bock habe hinzusetzen.
01:16:25: aber schreiben ist schon ziemlich geil
01:16:26: was natürlich auch ganz anders.
01:16:28: lese dich als sehr extrovertierten, offenen Menschen und schreibe es natürlich genau das Gegenteil.
01:16:34: Mach so mit dir alleine du musst selber in die Disziplin, da ist wieder das Wort irgendwie kommen um das fertig zu kriegen und das ja auch so ein Prozess.
01:16:42: Du hast gerade keinen Bock!
01:16:43: Du musst irgendwie dann findest die Worte nicht aber musst jetzt durch.
01:16:46: Wobei ich sagen muss wenn ich über Dinge schrei bedie mir am Herzen liegen sowie zum Beispiel das Buch... Das ist so aus mir rausgeflossen Da hab ich überhaupt keine Denkarbeit leisten müssen.
01:16:58: Das war früher bei meiner Arbeit anders, da habe ich ja dann auch ganz viel so Wissenschaftszeug geschrieben.
01:17:02: das war manchmal sehr anstrengend weil das ja auch alles dann hieb und stichfest sein muss.
01:17:08: also ich würde sagen wenn ich über mich und von mir schreibe dann ist es überhaupt keine Anstrengung.
01:17:13: Ja cool Und Beate, damit sind wir am Ende der Folge angekommen.
01:17:19: Die auch deutlich länger ist als die anderen.
01:17:21: Aber es hat wirklich ganz viel Spaß gemacht!
01:17:23: Ja, tausend Dank für deine Zeit und deinen tollen Input.
01:17:26: Du hast auch so ganz aufgemacht und uns an deinem Gedankenteil haben lassen.
01:17:32: Das wissen wir sehr zu schätzen.
01:17:33: und
01:17:33: zu guter Letzt.
01:17:34: Darfst du jetzt noch die Folge abschließen?
01:17:37: Eigentlich hattest du das schon ein bisschen gemacht aber du darfst es jetzt nochmal... frei die Aufgabe lösen.
01:17:45: Und zwar alle Team-Members schließen unsere Folgen mit einem Peptalk, mit einer Motivationsrede an alle, die zuhören – an alle Zuhörerinnen in denen du ihnen vermittelt, warum man immer an seine Träume glauben muss und warum man niemals aufhören darf für sie zu
01:18:03: kämpfen.
01:18:05: Ja also erstmal möchte ich mich auch bedanken war ein volles schönes Gespräch.
01:18:10: Ich würde allen da draußen eben also Ratschläge will ich gar nicht geben, aber ich kann nur sagen.
01:18:18: Ich habe die wunderbare Erfahrung gemacht dass es sich immer lohnt weiter zu kämpfen Für das was in dir ist und für das, was du fühlst.
01:18:28: Und für das was dich treibt weil das ist der Gradmesser und das bringt dich nach vorne.
01:18:34: und dann auch mutig zu sein und auch Grenzen zu sprengen oder einfach immer zu hinterfragen Ist es überhaupt eine Grenze?
01:18:42: Oder warum ist das jetzt hier ein Limit?
01:18:48: ist es vielleicht nur so, weil's nie anders war?
01:18:50: und können wir das anders machen.
01:18:52: Und da würde ich sagen wenn sich das gut anfühlt und wenn man sich verbunden fühlt und zugehörig und andere Leute um sich rum hat die mitgehen dann gibt's
01:19:00: kein Limit.
01:19:03: Perfektes Ende!
01:19:04: Tausend Dank Werte!
01:19:05: Danke.