Der Podcast über Frauen im Sport
00:00:00: Ich muss sagen, ich hab kein Motto.
00:00:02: Aber ich hätt ein Song oder ein Songtitel und zwar you're on your own kid.
00:00:26: Liebes Team endlich wieder eine neue Folge!
00:00:29: Und tatsächlich haben wir heute mal auch einen neuen Angle, ne neue Sichtweise.
00:00:34: Wir hatten nämlich noch nie eine schreibende Journalistin
00:00:38: bei
00:00:38: uns im Podcast.
00:00:40: In überhundert Folgen ist es eigentlich völlig verrückt aber Heute ändern wir das endlich.
00:00:45: Sie ist eine wirklich spannende Persönlichkeit.
00:00:48: Sie liebt Politik, hat ihr Politikstudium dann allerdings für den Fußball abgebrochen und rockt jetzt eben die Fußballbarbe von einem Printmedium aus beziehungsweise auch darüber hinaus weil sie taucht auch regelmäßig in Podcasts und auch immer mal wieder in TV-Sendungen auf.
00:01:05: Und da empfehle ich euch vor allem mal ihren hart aber
00:01:08: fair
00:01:09: Auftritt anzuschauen.
00:01:11: der war nämlich richtig stark von mir Warum sie Print so sehr liebt, wie sie dazu gekommen ist?
00:01:18: Was ihr Herz höher schlagen lässt.
00:01:20: Was wir einen geheimen Testmann als Frau im Sport häufig bestehen muss.
00:01:25: und vieles mehr gibt es jetzt für euch auf die Ohren!
00:01:28: Und wenn euch gefällt was ihr hört folgt uns doch gerne auf Instagram oder auf Spotify und gebt uns eine fünf Sterne Bewertung.
00:01:35: dann freuen wir uns sehr.
00:01:37: aber jetzt ran an die Folge.
00:01:39: hier ist für euch Mia Güte.
00:01:41: Diese Folge wurde postproduziert von Achsenmedia und alle Infos, die ihr für einen Kontakt so an die braucht gibt's in den Showkarts.
00:02:03: Klingt jetzt erst mal ein bisschen dramatisch?
00:02:05: Wie beschreibt dich das?
00:02:06: oder was ist deine Beziehung zu dem?
00:02:08: Ich weiß nicht ob es mich beschreibt.
00:02:10: Ehrlicherweise hab ich als Mensch nicht so furchtbar viel übrig für solche Sprüche... Mottos etc.
00:02:19: Irgendwie ist das nichts, worüber ich super viel nachdenke.
00:02:21: Aber ich denke sehr viel über Musik nach und Texte nach liegt natürlich auch irgendwie in meiner Natur weil ich selber schreibe.
00:02:28: aber Ich glaube was mich... Das ist ein Song von Taylor Swift by the way um jetzt nicht dem vollen Klischee zu entsprechen aber egal Ich glaube dass mich daran begleitet oder warum ich darüber immer wieder nachdenken ist Einerseits traurig klingt, weil man sagen würde du bist allein oder allein sein ist etwas Trauriges.
00:02:54: Ich denke aber dass es in dem Kontext des Liedes und so interpretiere ich das auch so ein bisschen für mich selbst fast eher eine Ode an die Selbstständigkeit ist im Sinne von Man schafft zwar vieles aufgrund des Umfelds, dass man hat und man würde es wahrscheinlich auch so nicht schaffen ohne dieses Umfeld Aber man wird es auch nicht ohne sich selber erschaffen auf sich allein gestellt im positiven Sinne dahingehend, dass man schon immer sein Leben als man selbst und mit sich selbst bestritten hat.
00:03:25: Und das auch immer so schaffen wird.
00:03:28: Der Zusatzkit ist natürlich dann sehr ... auch eng geknüpft an dieses.
00:03:34: Es war schon immer so es war auch als Kind so und ich finde manchmal sollte man auch Mit sich selber und über sich selber so sprechen wie man das eben mit der Kindesversion seiner selbst tun würde.
00:03:46: Das war jetzt sehr kompliziert.
00:03:47: Okay, nee das war für mich in Ordnung spannend.
00:03:51: aber hey du bist nicht selbstständig oder?
00:03:54: Nein ich... ja ein also ich mache.. Also ja ich bin fest angestellt bei ihr Freunde Aber ich mach noch genügend Sachen nebenbei dass man das theoretisch wahrscheinlich so sagen könnte.
00:04:09: aber ich meine damit auch gar nicht mit Selbständigkeit gar nicht die berufliche Selbstständigkeit
00:04:13: Nur Job.
00:04:13: Es
00:04:15: war
00:04:16: gerade nur mein nächster Gedanke.
00:04:18: Nein, ich bin
00:04:19: etwas
00:04:20: angestellt.
00:04:21: Inwiefern würdest du sagen, lebst du das in deinem Alltag oder in dein Leben grundsätzlich im Sinne von Ziele setzen?
00:04:36: Ich glaube, dass ich wie viele oder die meisten Menschen hin und wieder mal mit dem guten alten Imposter Syndrome zu... kämpfen habe, dahingehend dass ich einfach in meinem gerade im Beruf leben.
00:04:50: Ehrlicherweise weil grade im Berufsleben... Ich bin in den meisten Räumen du wirst es kennen in denen ich mich befinde die einzige Frau oder eine der wenigen Frauen.
00:04:59: Ich bin dann auch noch, ich bin dreiundzwanzig Jahre alt fast immer die Jüngste und häufig gucke ich mich um und denke mir Was mache ich eigentlich hier und warum bin ich hier?
00:05:11: Und warum nicht jemand anderes?
00:05:12: oder meine mir das auch so zusammenzureimen von wegen ja, Ich bin nur hier weil ich jung bin.
00:05:17: Weil ich eine frau bin und dieses du bist gut für XY ist dann häufig in meinem Kopf und dann versuche ich aber manchmal vielleicht auch dran zu denken dass Das nicht stimmt Oder zumindest ich es Ja aufgrund meiner selbst und meiner Person, meiner Fähigkeiten dahin geschossen habe wo ich gerade bin.
00:05:39: Falls das Sinn ergibt
00:05:41: Es ergibt natürlich total viel Sinn Und ich finde es mega spannend und lief's dass wir direkt so deep eingestiegen sind.
00:05:47: Aber liebe mir!
00:05:48: Ich mache nochmal einen kurzen Cut und folge hier den eigenen Regeln Den ich mich in meinem eigenen Podcast auf erlegt habe.
00:05:56: Und zwar würde ich dich kurz noch einmal bitten bevor wir dann da genau nochmal weiter reingehen uns wie auf einer FIFA-Karte zu beschreiben, wer mir Güte eigentlich ist.
00:06:08: Du musst jetzt nicht sagen, wie schnell deine Pace ist.
00:06:12: Kannst dir deine Kategorien selber zusammenstellen aber damit wir so einen kurzen Überblick haben, wehen wir hier heute am Maikhaben und dann können wir noch viel besser verstehen wo du herkommst?
00:06:23: Und ich habe tausend Fragen da noch direkt dazu!
00:06:25: Ja äh unbedingt... Ja, ich hab's eben erwähnt.
00:06:30: Ich bin... äh... ...dreinundzwanzig Jahre alt.
00:06:32: Ich weiß nicht, ob das Alter mit auf einer FIFA-Karte steht?
00:06:34: Das habe ich gerade gar nicht im Kopf.
00:06:35: Heute schon!
00:06:35: Aber heute schon!
00:06:37: Ich bin, ähm... Sportjournalistin beziehungsweise Fußballjournalisten.
00:06:42: Ich mache eigentlich nur Fußball.
00:06:43: Interessiere mich auch sonst für Sport aber primär für Fußball.
00:06:48: Ähm und genau mein...ich würde sagen wenn ich mir das jetzt in so Kategorien unterteilen würde wäre die stärkste auf jeden Fall Das schreiben, ich verbringe auch damit die meiste Zeit.
00:07:00: Ich schreibe für L-Freunde sowohl Print als auch Online also sowohl das Heft als auch Lfreunde DE.
00:07:08: aber ich bin auch und dann sind wir bei den nächsten Kategorien angelangt immer mal wieder vor der Kamera und am Mikro zu hören uns zusehen Und ich glaube dass wenn wir tatsächlich in diesen kategorieren denken wollen jetzt bezogen auf das was ich eben im sport mache Das ist etwas, was für ihr Freunde allgemein gilt und was auch für mich Geld die Emotionalität im Fußball zu repräsentieren.
00:07:33: Ist mir sehr wichtig.
00:07:34: das Fußballkulturelle – es nennt sich nicht um sonst Fußballkulturmagazin – sowohl soziokulturelle politische Perspektive auf den Sport aber eben auch diesen emotionalen Angang des Fänders sein usw.
00:07:50: Das wäre wahrscheinlich dann die nächste Kategorie.
00:07:53: Schmerz, die Allernächste!
00:07:54: Ich
00:07:56: hab das gelesen, es steht eine Bio bei herfreundlich.
00:07:59: Musste lachen, herrlich.
00:08:00: Die
00:08:00: hat nicht ich geschrieben?
00:08:01: Die hatten Kollege von mir geschrieben aber sie beschreibt mich sehr gut.
00:08:05: da steht mein Leib- und Magenthema
00:08:07: ist
00:08:07: der Schmerz endlich
00:08:08: an seinem Kopf.
00:08:10: Das war
00:08:11: vor dem Ausstieg muss man sagen.
00:08:12: Ja gut jetzt wird's ja schon wieder kritisch aktuell oder könnte noch mal wackelig werden aber...
00:08:18: Ich bin sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen stand Ende April eigentlich relativ optimistisch.
00:08:25: her bei mir schau und was ich nämlich noch hinzufügen würde auf deine Karte, wenn man dich mal so googelt und dich auf den verschiedenen Plattformen sieht und hört.
00:08:36: Meinungsstark!
00:08:38: Du stellst dich gerne mit deiner Meinung in das Spektrum und stehst auch zu deiner meinung und das finde ich so mega spannend dass du angefangen hast.
00:08:54: Was mache ich eigentlich hier?
00:08:56: Weil öffentlich zeigst du eben ja Vollkante.
00:09:00: Und dafür muss man Mut haben, dafür muss eine gewisse Selbstsicherheit auch haben.
00:09:05: Sag uns mal wie das zusammenpasst!
00:09:07: Ja ich glaube in meiner Meinung habe ich eigentlich meistens nicht immer wahrscheinlich aber meistens Vertrauen weil sie häufig mit Überzeugungen zu tun haben die ich eigentlich mein ganzes Leben... weil sie auch häufig und dann sind wir wieder bei den Kategorien, die ich vorher meinte.
00:09:27: Häufig gar nicht wenn wir jetzt an Fußball denken sind der und der Außenverteidiger ist besser als der und Der außenverteilige sondern eben eher auf Werte basierte Fragen zurückzuführen sind auf kommunikationsbasierte fragen wenn es darum geht wie gibt sich jemand?
00:09:45: wie kommuniziert jemand?
00:09:46: was signalisiert jemand?
00:09:48: ist das das falsche signal?
00:09:49: ist dass das richtige signal?
00:09:51: und und was bedeutet das für den weg auf dem sich der sport befindet.
00:09:56: Was bedeutet das?
00:09:57: Für die verschiedenen Parteien, die da unterwegs sind sei es fans sei ist die aktöre selber.
00:10:06: ich glaube das sind dann die punkte wo Ich schon immer auch in meiner Sozialisierung als Fan, weil so bin ich nur zum Fußball gekommen.
00:10:14: Schon immer gewisse Leitposten hatte und die können sich mal verschieben.
00:10:20: aber das ist ein grober Bereich wo ich mich schon immer drin bewegt habe und dass es dann auch etwas wo ich kompromissbereit bin aber doch überzeugt von meinen eigenen Meinungen.
00:10:31: Ich hab das tatsächlich schon häufiger gehört mit dem Meinungsstag.
00:10:36: Identifizierst
00:10:37: du dich damit?
00:10:38: Resoniert das auch, oder denkst du ja?
00:10:40: Da denke ich gerade erst mal so richtig drüber.
00:10:43: Ich glaube ein Stück weit schon.
00:10:45: also ich weiß dass ich meinungsstark bin dadurch dass sich viel schreibe.
00:10:52: ich denke manchmal wenn ich schrei be bin ich manchmal fast noch noch meinungs stärker als wenn ich spreche weil du eine gewisse Schutzwand irgendwie genießt, weil nicht immer deine Stimme und dein Gesicht damit assoziiert sind.
00:11:05: Und die Medienbubble guckt zwar immer gerne auf die Autorenseile, Leser aber tatsächlich seltener.
00:11:12: Deswegen ist man da noch so ein bisschen geschützt, aber ich glaube auch das Sportjournalismus – und das ist dann vielleicht auch ein Punkt, warum ich mich gerne mit Meinungsstärke assozierend würde oder das Gerne-Tour.
00:11:28: Ich glaube, dass Sportjournalismus nicht immer meinungsstark genug ist.
00:11:32: Und damit meine ich eben Nicht-Dinge wie der und der is gut und der und er is schlecht Sondern wertebasierte Fragen Wenn es darum geht Wie wollen wir die Kultur rund um unseren Sport gestalten?
00:11:46: Gerade im Fußball herrscht eine völlig falsche Auffassung von Journalismus in vielen Fällen.
00:11:53: Ich erinnere da immer gerne an Julian Nagelsmann Der vor der
00:11:57: E.M.'s,
00:11:58: Jahrzehnteundzwanzig R und Kimmich.
00:12:00: beide glaube ich irgendwas gesagt haben wir als diese Umfrage rum ging wie viele Deutsche mit Elke Gündo an als Kapitän zufrieden sein Als sie meinten ja es sind jetzt so und zu viele Monate vor der WM Wir sollten jetzt alle an einem Strang ziehen.
00:12:12: warum sprecht ihr uns auf die umfragen?
00:12:14: damals dachte ich mir Wow ist das ein falsches Verständnis von der Rolle von Journalismus?
00:12:21: weil Es Ist Die Aufgabe Von Journalisten euch Darauf Anzusprechen weil es ein Indikator für euch vielleicht unangenehme Wahrheit ist.
00:12:29: Und das ist, glaube ich gerade in einem Zeitalter wo Journalisten auf Zugänge zu Profis angewiesen sind sie aber nicht immer bekommen und diese Zugänge häufig auch dann über Experten die aber Ex-Profis sind und deshalb wiederum mit den Akteuren befreundet sind laufen einen verloren gegangenes Gut dieser Meinungsstärke oder manchmal auch kritische Meinungsstärke.
00:12:56: Sie kann ja auch positiv sein, es gibt auch vieles zu dem ich eine positive Meinung habe gerade aktuell.
00:13:02: aber
00:13:03: Ich glaube dass gerade im Fußball Wussten höher schneller weitergibt wo immer mehr muss immer mehr Geld immer mehr Spiele immer mehr Hochglanz Es durchaus wichtig ist manchmal diese klare Kante wie du eben meintest Zu zeigen und zu sagen hey es gibt Grenzen
00:13:22: hier das Du gesagt hast dass du deine Meinung magst und deswegen eine Selbstsicherheit in dieser Meinung findest.
00:13:32: Und das meinte ich natürlich nicht, als ich das gefragt habe sondern den Mut braucht man ja dann eigentlich für den potentiellen Gegenwind.
00:13:41: Voll!
00:13:42: Und der ist ja vor allem in dem Bereich die du gerade angesprochen hast Kulturwerte Leidenschaft ja am Ende des Tages riesengroß
00:13:53: Total und erst vor allem auch als Frau im Fußball riesengroß, auch für manchmal auf eine Art und Weise die unter die Gürtelinie geht oder nicht klargeht.
00:14:05: Ich glaube ich bin mittlerweile sehr gut darin konstruktive Kritik zu differenzieren von dem Gegenteil ohne es jetzt irgendwie ausgestalten oder benennen zu wollen und damit kann ich dann auch sehr gut umgehen.
00:14:22: Man äußert Meinungen ja eigentlich auch nur, um in die Debatte zu gehen.
00:14:25: Ich will gar nicht in den luftleeren Raum sprechen.
00:14:27: ich will entweder Zuspruch oder Gegenwind bekommen weil nur so macht sich über Meinung austauschen überhaupt Spaß.
00:14:36: also wenn du dich völlig in der Echo-Kammer befindest dann hilft es auch niemand weiter.
00:14:43: Ich habe das Gefühl dass das aber vor allem im Fußball eine Sache ist die Frauen noch seltener machen.
00:14:51: Wie meinst du das?
00:14:51: Also Meinungen äußern oder...
00:14:53: Nicht in den Luftlerne Raum zu sprechen, sondern genau darauf zu hoffen dass eine Reaktion entsteht.
00:15:00: Dass ne kritische Debatte, ne passionierte Debatte entsteht, oder?
00:15:07: Ich weiß nicht ob sie seltener machen.
00:15:09: ich glaube es ist als Frau einfach ein harteres Pflaster.
00:15:13: also ich glaube das ist einfach.. ich erlebe das immer wieder wenn man mal was sagt was ich am ende oder etwas prognostiziert, was sich am Ende als falsch entpuppt.
00:15:26: zum beispiel wo man so sagt ja das wäre sowieso nur in den luftlichen raum geraten dass man dann das sechsmal so doll um die ohren bekommt wie wenn ein Mann.
00:15:35: Eins zu eins das gleiche sagt.
00:15:37: und da an dem punkt merkt man halt immer wieder okay eigentlich muss es frauen.
00:15:46: Also der logische Schluss wäre, dass es Frauen mehr Überwindung kosten muss.
00:15:49: Weil der Backlash definitiv größer sein kann und die negative Konsequenz in den meisten Fällen definitiv grösser
00:15:55: ist.".
00:16:09: Genau.
00:16:10: Und da setzt ihr euch zu zweit zusammen und frühstückt immer die wichtigsten Themen des Tages ab, und ich habe jetzt vor allem im letzten Video das Ihr heute Morgen – wir nehmen hier am Tag nach diesem heftigen Bayern Halbfinale in der Champions League diese Folge auf!
00:16:29: Und was mir da aufgefallen ist persönliches Thema auch… Die ersten hundert Kommentare gefühlt waren unsere Fühle an Gizismen ... kann ich nicht anhören, will ich rausgehen.
00:16:40: Und also persönlich kriege ich das Feedback auch ständig... ... deswegen war ich da besonders sensitiv und da habe ich mich aber tatsächlich auch gefragt und ich versuche nicht jede Situation immer mit der Männer-Frauenfrage offensichtlich zu belegen weil es viel zu anstrengend ist und es ganz oft auch nicht darum geht.
00:16:59: Aber da dachte ich so hey!
00:17:01: Ist das jetzt auch eine härtere Bewertung, weil da zwei Ladies sitzen?
00:17:07: Das weiß ich nicht.
00:17:08: Das ist natürlich immer ein Ratespiel, weil man nicht weiß wie es ausgesehen hätte.
00:17:12: Hätten dort zwei Männer gesessen... Ich kriege die Kritik auch häufig und sie stimmt auch.
00:17:19: also ich verwende definitiv zu viele Anglizismen.
00:17:21: das liegt glaube ich an einfach der Art und Weise wie ich sozialisiert bin.
00:17:26: Manchmal glaube ich trotzdem auch dass der Wut auf Anglitzismus Verwendung oder auf Anglicismen allgemein gejandert ist.
00:17:38: Weißt du, wie ich meine?
00:17:39: Also das ist vielleicht eine mutige These.
00:17:41: aber Anglicismen sind auch gerade im deutschsprachigen Raum etwas was in popkulturellen Achtung Anglicismus Spaces sehr gerne verwendet wird und das sind eben Debatten die häufig auch von weiblichen Stimmen geprägt sind.
00:18:07: Es ist natürlich ehrlicherweise realistisch gesehen auch eine Generationenfrage.
00:18:10: Ich glaube, jüngere Menschen haben weniger Themen oder Probleme mit Anglizismen als ältere Menschen weil sie mehr noch auf Social Media aufgewachsen sind und dann auch in einem amerikanischen anglo-sexisch geprägten Raum.
00:18:28: ich bin halt meistens wie gesagt die Jüngste und merkt es dann bei mir selber auch manchmal okay mir vielleicht musst du In der Sendung anders sprechen, als du es mit deiner... ...fünfundzwanzigjährigen Freundin tust.
00:18:41: Aber ja kann schon sein dass das anders ausgefallen wäre.
00:18:46: ich das wäre jetzt gar nicht mein erstes Beispiel.
00:18:49: aber Es gibt schon immer mal wieder Feedback wo man ganz offensichtlich merkt okay Machen wir zwei Schritte zurück und stell dir mal vor einen Mann hätte das gesagt beziehungsweise Ich glaube was ich am häufigsten merke, wo dann dieser Gender-Gab ist sozusagen.
00:19:08: Und das hab' ich wenn ich auf Zuschauernde, auf Leser gucke aber auch auf Gesprächspartner in dem Bereich Fußball während Interviews, aber auch während einfach so networking berufliche Konversation oder was auch immer.
00:19:24: man muss als Frau häufig nicht immer, aber häufig gegenüber Männern einen kleinen Test bestehen dass man sich auskennt, das wirst du auch kennen.
00:19:36: Dass man weiß worüber man hier spricht ehe man ein Gespräch beginnen kann wo man auch ernst genommen wird und wo dann inhaltlich tatsächlich mehr weltbarum kommt.
00:19:44: Und das ist für mich ganz ganz offensichtlicher eine ganz ganz Offensichtliche Skriptanz an der Stelle.
00:19:55: Ich bin mir ganz sicher dass es diesen Test gibt.
00:19:58: ich weiß genau wovon Du sprichst.
00:20:01: Wie gehst du damit um?
00:20:03: Weil ich hab da lange nicht mehr drüber nachgedacht.
00:20:06: Ich beschreib jetzt mal, wie ich den Test immer sehe.
00:20:09: Ich habe manchmal das Gefühl, dass es dann, sagen wir mal, es findet eine Sendung statt und man trifft sich vorher mit den Protagonisten.
00:20:17: Und manchmal habe ich das Gefühl ,dass es so eine eigentlich inhaltsleere Unterhaltung gibt bevor's losgeht.
00:20:24: Man lernt sich ja ein bisschen kennen und fühlt sich rein, wie sprechen alle Beteiligten.
00:20:29: Und dann habe ich eben manchmal das Gefühl, dass es so ein ganz inhaltslernen Teil gibt.
00:20:34: Indem's nur darum geht Names zu droppen Zu checken.
00:20:39: Kennt diese Person die Akteure?
00:20:41: Also kennt die Frau Die Akteur kann die mitreden weiß die wie die letzten sieben Spiele gespielt haben und Dann Spannend hab ich auch dann manchmal einfach Sachen gesagt die mir scheiß egal sind die Ich gar nicht finde die tatsächlich was damit zu tun Haben oder uns jetzt irgendwie weiter bringen.
00:20:57: aber um den test zu bestehen voll Wie siehst du den Test?
00:21:00: Wie ist deine Handlung damit?
00:21:03: Voll
00:21:03: absolut.
00:21:04: Ich kenne das aus Hintergrundgesprächen, ich kenne es aus Day-to-day Smalltalk Gelaber.
00:21:11: Mein erstes Beispiel ist immer... ...ich habe schon so viele Interviews geführt also jetzt Printinterviews mit Fußballfunktionären Spielern.
00:21:25: älteren Männern aus dem Fußballsprecher, die vielleicht auch nicht mehr aktiv im Fußball sind.
00:21:30: Aber aktiv waren in einer Zeit, in der es noch weniger Frauen gab als jetzt, die mit geredet haben und Interviews mit ihnen geführt haben, dass ich häufig mir ... wenn ich merke, aha!
00:21:44: Der spricht mit mir nicht ganz auf Augenhöhe und rückt deshalb auch nicht so richtig raus mit den Informationen, die ich brauche oder mit den Anekdoten, mit den Antworten, die ich am Ende des Tages ja schreiben und abdrucken will.
00:21:59: Dann leg' ich mir so drei bis vier Fragen zurecht, deren Antwort mich auch gar nicht interessiert.
00:22:07: Also mal angenommen, ich will eigentlich ein Interview führen wo es eher um das Mannschaftsgefüge in der Saison XY Anfang der Nullerjahre geht in der Kala-Zusammenstellung und welche Momente dazu geführt haben, dass am Ende irgendwie der und der Erfolg oder die und die Niederlage passiert ist.
00:22:31: Und stelle ich aber irgendwelche taktische Fragen... ...die für mein Interview oder für meine Geschichte oder für meiner Repartage was auch immer ich will völlig irrelevant sind,... ...aber nur damit mein Gegenüber und exakt
00:22:42: diesen
00:22:42: Situationen habe ich schon erlebt,... ...damit mein Gegenüber merkt okay,
00:22:47: die
00:22:47: kennt sich mit Fußball aus und zwar auf so einer ganz handfesten, sportlichen, taktischen Ebenen.
00:22:53: Das ist ja häufig auch der Bereich wo Frauen das meiste ein bisschen abgesprochen wird weil das nicht so anlesbar ist oder zumindest nicht so schnell wie hier zu zahlen zum Beispiel.
00:23:07: dann stelle ich diese Fragen Für das eine Antworten, ich mich eigentlich nicht interessiere.
00:23:12: Nur um quasi einmal den Check zu bekommen – alles klar!
00:23:15: Sie weiß wovon sie spricht?
00:23:16: Dann gebe ich ihr auf die andere Frage, die sie vielleicht vorhin schon gestellt hat jetzt erst ne ernste Antwort.
00:23:22: Ja verrückt und ich schwöre dieser Test ist wirklich real und auch in viel banaleren Situation als einem tatsächlich verabredeten Interview gedruckt werden soll.
00:23:35: Aber lasst uns doch jetzt mal von diesem Moment gehen auf deine tatsächliche Karriere, deine tatsächliche Tätigkeit.
00:23:43: Weil ich will gar nicht hier baschen und nur über sowas reden sondern ich will auch wirklich einfach dich mega gerne vorstellen.
00:23:50: Ich möchte zuhörerinnen am liebsten Möglichkeiten aufzeigen was man alles im Job machen kann Und eben vor allem im Sport.
00:24:00: Du hast ganz am Anfang was Spannendes gesagt.
00:24:03: Du hast gesagt, du bist als Fan in den Sport sozialisiert worden und gerade fand ich das auch interessant.
00:24:09: wie du gesagt hast manche Sachen kann man sich auch nicht anlesen.
00:24:13: Ich höre raus und das konnte ich tatsächlich auch nicht heraus recherchieren ob du selber Sport gemacht hast früher oder Sport irgendwie machst Oder ja wie deine Liebe ganz speziell zum Fußball entstanden
00:24:27: ist?
00:24:30: So anderthalb Jugendtrainings im Verein gespielt, war damals aber auch in einem Verein, in dem es gefühlt ist.
00:24:38: Ich weiß es nicht mehr genau, aber irgendwie so eine Drehwitz wird's gewesen sein, weil ich war schon wirklich sehr klein und es gab keine Mädchen-Mannschaft und so.
00:24:44: Und vor allem der Grund, warum ich nie wirklich viel Fußball gespielt hab außer eben im Garten mit meinen beiden älteren Brüdern, war dass ich schon immer war oder noch bin passionierte Tennisspielerin dass es gerade in der Jugend auch auf einem Niveau betrieben, wo nicht mehr viel Platz für andere Sportarten war bzw.
00:25:03: irgendwann gar kein Platz und dementsprechend habe ich keinen Fußball im Verein gespielt.
00:25:10: aber... Ich bin reingewohnt eben wie schon eingangs erwähnte in einer HSV-Familie.
00:25:17: Ich konnte mir das nicht aussuchen.
00:25:19: Ja, ich fühle
00:25:19: dich, Sam.
00:25:21: Mein Vater erzählt immer von den Zeiten hier in der Achtzigerjahre Felix Magert, Athen und ich so.
00:25:27: ja Kollege alles klar aber ich bin im Jahr zwei geboren und meine aktive Stadion Gehzeit war zweite Liga.
00:25:35: Das ist die sehr traurige Wahrheit.
00:25:37: Es
00:25:38: war einfach lang.
00:25:40: Ja absolut Aber dementsprechend auf diese Art und Weise bin ich zum Fußball gekommen.
00:25:47: deswegen ist mein Blick auf Fußball häufig auch kultureller als sportlicher.
00:25:51: Ich habe genauso viel Spaß daran übertaktik und Sportliches, und auch Sportkultur im Fußball zu sprechen wie die nächste aber ich versuche trotzdem oder habe das auch gerne Fan-Perspektiven im Blick zu haben, kulturelle Perspektiven, Erlebnisperspektiven Stadion an, wie fühlt sich Fan sein an?
00:26:17: Wie fühlt es sich Teil der Community zu sein an.
00:26:21: Das sind die Fragen, die mich auch aufgrund dieser Sozialisierung am meisten herumtreiben.
00:26:25: und vor allem welche Emotionen kann Fußball in einem auslösen?
00:26:30: so also wie gesagt dieses Leib- und Magenthema ist der Schmerz.
00:26:33: das ist zwar so ein Gag aber ich finde dass schon eine der spannendsten Themen rund um diesen Sport Nicht nur leidensfähig, sondern auch leidendswillig Fußball-Fans manchmal sein können.
00:26:46: Ich hab manchmal das Gefühl... dass sich Fans teilweise
00:26:50: so
00:26:51: Diskussionen und Debatten darum liefern wer am meisten leidet und wer am meisten leiden kann in einem Sport in dem es ja eigentlich ums Gewinnen geht.
00:27:00: Das ist ein und für sich schon irgendwie Paradox Und ich finde das super spannend weil ich auch selber definitiv damit gemeint bin und ich habe einfach extrem viel Faszination und werde mir das wahrscheinlich auch nie ergründen können, warum genau Fußball in so vielen Menschen soviel auslöst.
00:27:20: Und meine Antwort dafür ist ja der Sport und was da auf dem Platz passiert ist das eine und wie wahnsinnig gut diese ganzen Spieler darin sind rechtfertigt auch dieses ganze Bromborium drum herum.
00:27:32: meiner vorläufige Antwort auf die Frage Warum es so viele Leute Fasziniert ist aber eher, dass was rundherum passiert.
00:27:38: Und das, was Fans, was Interessierte am Ende daraus machen.
00:27:43: Weil Messi und Ronaldo könnten sich ein eins gegen eins über neunzig Minuten liefern wenn keiner zuguckt oder das mitbekommt.
00:27:52: Wenn keiner darüber spricht, dann ist es so wie diese alte Metapher von einem Baumfeld im Wald um.
00:28:01: Niemand hört's, ist es überhaupt passiert?
00:28:03: Das war jetzt irgendwie ... Merkwürdig ausgedrückt, aber du weißt hoffentlich was ich meine.
00:28:06: Ich weiß total, was du meinst.
00:28:08: und wie bist du dann aus dieser Liebe zum Fußball auch in die Liebe zum Schreiben reingerutscht?
00:28:16: Das ist ja noch mal eine komplette Mische und ich glaube das ist auch noch einer der Bereiche in denen ganz besonders wenige Frauen unterwegs sind.
00:28:28: Das stimmt absolut weil es auch ein... weniger junger Teil der Fußballberichterstattung ist.
00:28:38: Ich glaube, das ist auch ein Faktor als Vorderkamera.
00:28:41: Ich habe keine Zahlen aber ich würde jetzt einfach mal so einen Raum stellen.
00:28:44: Das ist mein Gefühl.
00:28:48: Die Liebe zum Schreiben kam parallel oder fast zuerst beziehungsweise sie war immer da.
00:28:53: bei andererseits die Liebe für Fußball auch also who knows was als erstes dabei.
00:28:59: Ich hab Politik studiert nach der Schule und wollte eigentlich immer politischen Journalismus machen.
00:29:05: Ich bin im Fußball beruflich eher als per Zufall gelandet, und ich glaube ... Ich hätte das auch nicht gemacht, wenn ich nicht überall Freunde, also über meinen jetzigen Arbeitgeber oder meinen ersten richtigen Arbeit-Geber bis auf so Studie-Tops, nicht die Möglichkeit hätte auf kulturelle und politische Artenweise auf den Fußball zu blicken.
00:29:34: Weil ich jetzt schon vierzigmal erwähnt habe, dass das die Perspektive ist, die mich am meisten interessiert und das es auch vielleicht die Brücke dann gewesen war.
00:29:40: Ich dachte immer, ich werde schreiben oder sprechen aber am liebsten schreiben über Dinge, Bewegen und dachte da dann natürlich an politischen Journalismus war ich auch immer noch in der extremen Passion für Politik also für politischen Betrieb, für politische Diskurs habe.
00:30:02: Aber Fußball ehrlicherweise passt auf diese Beschreibung auch.
00:30:06: Und so bin ich mehr oder weniger aus Versehen hier gelandet.
00:30:12: über Erst habe ich auf Twitter dumme Gags über Fußball gemacht.
00:30:16: Dann war ich in so ein, zwei Podcast-Geschichten unterwegs und unter anderem bei Kaltsche Berlin.
00:30:22: das war so das erste.
00:30:24: Da bin ich bei Elfreunde gelandet und dann bin ich hier
00:30:26: geblieben.".
00:30:27: Und dann hast du nämlich bevor du hiergeblieben bist, hast du einen Volontariat gemacht.
00:30:32: vielleicht kannst du noch mal so ein bisschen erzählen wie das abläuft?
00:30:36: Wie du da reingerutscht bist was man alles macht in einem Elfreundewolo.
00:30:42: Ja, ich habe für das Volumen Studium abgebrochen.
00:30:47: Weil ich immer wusste und... Das ist mir immer wichtig dazu zu erwähnen!
00:30:52: Ich hab mein Studium sehr gemocht und ich hätte es auch gerne zu Ende gemacht.
00:30:55: aber ich hatte damals halt diese Wahl und hatte dann irgendwie davor schon gearbeitet und war dann so okay, ich könnte jetzt noch anderthalb Jahre zu Ende studieren oder ich konnte jetzt einfach arbeiten.
00:31:05: Und Volontariate sind der typischste Weg in den Journalismus vor allem herkömmlichen Print schreibt Journalismus.
00:31:16: Und weil das ein Job ist, der ausstirbt und gleichzeitig immer noch sehr beliebt ist sind die sehr umkämpft und ich wusste immer es wird eh schwer.
00:31:25: und dann auch bei einem Medium was ich selber lese seit ich zwölf bin also ungelogen war ich so okay.
00:31:31: also keine Chance ich muss das auf jeden Fall machen.
00:31:34: Dann habe ich's gemacht und bis heute nie bereut dass er Freunde wohlo.
00:31:39: Das habe ich dann auch währenddessen gemerkt, wusste ich schon vorher.
00:31:42: Habe ich dann aber vor allem gespürt als ich mit anderen Volunterinnen aus anderen Blättern und Betrieben gesprochen hab ist kein typisches Voluntariat weil wir sind hier ein sehr kleines Team und wir sind ja ein sehr monothematisches Blatt, es geht ja nur im Fußball.
00:31:59: Das heißt in der normalen Volo durchläust du auch verschiedene Stationen bis zu verschiedenen Ressorts unterwegs machst verschiedene Sachen macht hier mal irgendwie Videoschnitt und da mal Radiobeiträge sprechen Und hier schreibst du wieder Spielberichte.
00:32:15: das gibt es bei uns In der Form nicht.
00:32:17: also diese Reise durch verschiedene Ressorten Abteilungen weil ich wurde quasi wie andere Redakteure Bei uns auch direkt in den Redaktionsalltag einfach gesteckt und hab die Hierarchien sind bei uns auch ziemlich flach.
00:32:32: Und hab mich eigentlich klar, man hat so ein bisschen Welbenschutz als Voluntär aber ich habe mich jetzt nie so gefühlt als sei ich irgendwie ganz unten in der Nahrungskette oder irgendwie sowas.
00:32:44: wir sind hier alle sehr kollegial und das sage ich nicht nur aus Öffentlichkeitsgründen sondern es liegt einfach daran dass wir wenig Leute sind, die relativ viel auf die Beine stellen Diverse Print-Produkte, das monatliche Hefter.
00:33:01: Dazu auch noch diverse Sonderausgaben im Jahr eine ganze Website, diverse Podcasts, ne Videoabteilung, Social Media und so weiter.
00:33:10: Und da war ich von Anfang an quasi überall hands on involviert vor allem bei aufelfreunde.de also unserer Seite was immer noch mein Hauptaugenmerk ist gemeinsam mit Podcast und Newsletter und Print auch ja heft auch Genau.
00:33:28: Und das war für mich... Das erste Mal, dass ich Deutschsprachig so richtig schreiben durfte und veröffentlicht wurde.
00:33:40: Wieso
00:33:40: betontest du gerade so deutschsprachisch?
00:33:42: Hast Du Englisch schon auf Englische
00:33:43: geschrieben?
00:33:43: Ich habe eine Zeit lang, aber da war ich Teenagerin, hab' ich für online Magazinen auf Engelisch geschrieben.
00:33:47: Damals noch über Politik.
00:33:49: Ich glaube die Sachen sind gar nicht mehr auffindbar.
00:33:50: Vielleicht aber schon!
00:33:52: Ich weiß es nicht, habe lange nicht mehr geguckt.
00:33:53: Aber ja, meine Erste so richtige veröffentlichte journalistische Arbeit und ich durfte von Anfang an extrem viel machen, alles eigentlich.
00:34:06: Und das ist auch immer noch so, dauerte dann zwei Jahre.
00:34:12: seit letztem Jahr bin ich als Redakteurin angestellt und macht immer noch Spaß!
00:34:18: Und einen eigenen Podcast hast du auch in Kontakt bleiben?
00:34:20: Der HSV unsang Pauli-Podcast mit deinem Homie Felix Radfelder.
00:34:26: Wie seid ihr dazu gekommen?
00:34:27: Wie ergänzt das dein Portfolio.
00:34:31: Das war tatsächlich, ich weiß gar nicht mehr wie wir auf die Idee kam oder wer auf diese Idee kam.
00:34:35: Es war eher so ein Ha ha wäre doch lustig.
00:34:38: Felix arbeitet als freier Mitarbeiter auch für Freunde und macht den Podcast der Freunde am Abend gemeinsam mit einem anderen Kollegen noch zusammen Und daher kennen wir uns auch und sind irgendwie auch in ähnlichen Freundeskreisen unterwegs und haben dann häufig irgendwie in der Fußball Kneipe bei uns in Berlin gesessen in größeren Gruppen und wir haben uns einfach sehr gut verstanden sind einfach gut befreundet Fanden das dann aber halt immer so lustig, dass man lowkey alle drei Sätze irgendwie so eine Spitze drin hat gegenüber dem jeweils anderen Verein.
00:35:07: Denn er ist eben St.
00:35:07: Pauli Fan und dachten uns dann irgendwann so haha wir als beide zwei Leute die irgendwie im Podcast Business zumindest ein bisschen unterwegs sind eher noch mehr als ich.
00:35:19: Aber dachten Lass uns das doch mal machen.
00:35:22: Und es war dann eher so ein Passion Project als irgendwie eine ökonomische berufliche Entscheidung oder so, wir hatten einfach beide Bock drauf.
00:35:31: Mir wird eh immer vorgeworfen ich würde überall über den HSV reden und ich würde viel zu häufig in HSV reinbringen.
00:35:36: Das mache ich mittlerweile extra wenig und krieg sie immer noch als Vorwurf.
00:35:39: also hey und dachte mir dann aber da habe ich mein Ventil wo ich jede Woche jeden Montag Traumabwältigung und Konfrontationstherapie betreiben kann Und das machen wir immer noch so.
00:35:52: Ja, ja es klappt!
00:35:54: Es klappt durchaus.
00:35:57: Als wir damit angefangen haben war... Das war kurz nach dem Ausstieg von St.
00:36:01: Pauli und das war also quasi auch die absurdeste Zeit dieser Rivalität weil auf einmal sich die Machtverhältnisse im Hamburger Fußball gedreht hatten was vorher noch nie der Fall war und sportlich gedrehte Finanzielle und so sind die natürlich immer noch HSV größer als St.
00:36:20: was auch ja spannend ist, dass das überhaupt noch so ist nach diesem sportlichen Machtwechsel.
00:36:23: Aber wir dachten uns, da steckt so viel drin!
00:36:26: Soviel kultureller Fight zwischen dem einen Stadtteil und dann aber diesen riesigen Jugger-Nordverein der HSV immer noch ist zwischen Traditionen und eher einem ängierenden Verständnis von Fußball.
00:36:44: Wir dachten jetzt wo auf einmal die liegen unterschiedlich sind lasst uns doch Mal drüber sprechen.
00:36:51: Jetzt seid ihr wieder in derselben Liga und denke, da gibt es trotzdem immer noch viel zu besprechen.
00:36:56: Fast mehr als vorher!
00:36:57: Weil jetzt befinden wir uns ja im gleichen Abstiegskampf.
00:37:01: Aber du hast ja schon gesagt, du hast gute Hoffnung, dass der HSV auf jeden Fall safe bleibt dieses Jahr?
00:37:07: Ja, du hattest ja schon erwähnt... Wir befinden uns vor dem wievielten Spieltag, dem Zweiunddreißigsten meine ich und
00:37:16: drei Spiele haben wir noch.
00:37:17: Ich hätte Angesichts des aktuellen sportlichen Trends, glaube ich mehr sorgen wenn tatsächlich nicht St.
00:37:22: Pauli letzte Eure gegen Heine im Verlohn hätte.
00:37:25: Das war für alle anderen Mannschaften da unten drin ein gern gesehenes Ergebnis weil das vergrößert den Abstand bzw machte der Abstand einfach nicht kleiner und damit war er fast vorher zu rechnen also dass St.Pauli gewinnt und dann verkürzt.
00:37:41: insofern aufgrund dessen blicke ich relativ entspannt.
00:37:45: ganz entspannt bin ich nie Weil geht nicht, aber relativ entspannt aufs Saisonfinale.
00:37:50: Und bei den Frauen – ich habe es vorhin ja auch schon angedeutet – wurde gerade ein sehr wichtiger Sieg eingefahren nach dem Trainerwechsel zu Rodolfo Cardoso und das wäre natürlich phänomenal wenn die Frauen in der Bundesliga bleiben würden.
00:38:03: und auch eine schöne Purante für die tragische oder unrechtenmäßige Geschichte der Haas-Pau-Frauen, die vor etwas über zehn Jahren aus der Bundesligade abgemeldet wurden aufgrund von Misswirtschaft des Vereins Prima im Männerbereich.
00:38:18: Schön nochmal wichtig, das haben wir tatsächlich noch nicht besprochen!
00:38:20: Wir hatten auch schon zwei Kolleginnen vom HSV hier bei uns im Podcast.
00:38:24: Euch gesehen?
00:38:26: Du aber mit einem Blick auf die Uhr, du hast nämlich noch ein Abendprogramm, haben mir noch ein relativ großes Restprogramm hier im Podcast vor uns und zwar nicht drei Spieltage sondern drei Kategorien.
00:38:39: Du darfst jetzt sozusagen blind bestimmen wie wir weitermachen.
00:38:43: alle drei werden gepickt Aber in welcher Reihenfolge mir?
00:38:46: Ich
00:38:46: leg mal mit ganz links los.
00:38:49: Das ist links oder das ist
00:38:51: links?
00:38:52: Ja, dein Links!
00:38:53: Mein Links und zwar ich bin sehr gespannt auf deine Antwort.
00:38:59: Kategorie Head Coach.
00:39:02: In dieser Kategorie würde ich gerne von meinen Gästen hören wer oder auch gerne was kann auch eine Tätigkeit sein wie ein Head Coach für dich persönlich in deinem Leben fungiert?
00:39:19: Ich habe es ja am Anfang gesagt, jeder ist auf sich allein gestellt.
00:39:23: Sag ich mal mit einem Sternchen natürlich isst man's nicht.
00:39:25: Man ist sehr auf seinen Umfeld angewiesen und ich bin´s auch.
00:39:32: Ich glaube wenn wir beim Wer sind meine Familie speziell meinen Eltern sind für mich immer noch nicht nur Motivatorin aber auch einfach Menschen, die mir enorm viel Beistand leisten.
00:39:52: Aber mein soziales Umfeld genauso... Wenn wir jetzt darüber reden wie denke ich auch viel an meine Kollegen?
00:40:02: Die
00:40:03: tatsächlich von denen ich jeden Tag sehr, sehr viel lerne Auch furchtbar viel verschieden ist von handwerklichem bis inhaltlichem alles mögliche Und ich glaube, und das führt dann vielleicht wieder auf den Anfang zurück.
00:40:20: Eine Art und Weise wie jemand Head Coach sein kann so in meinem Leben Vertrauen schenken – und es ist auch so eine geile Fußballfloskel-Vertrauenschenkung – ist so furchtbar wichtig!
00:40:33: Ich habe eigentlich alles nur durch Learning by Doing mehr beibringen lassen oder selbst beigebracht.
00:40:42: Man kann theoretisch verklausuliert an die Dinge rangehen oder man kann sie seinen Schützlingen dann in dem Moment auch einfach zutrauen und Sie einfach machen lassen, sich auch ein Stück weit Dinge selbst beibringen lassen.
00:40:58: Und wenn man danach Feedbackt und das gemeinsam durchgeht, ist es für die Personen, die etwas Neues probierten – das sage ich eben als die Person, die viel neu probiert hat im Moment – meistens viel, viel anschaulicher und besser umzusetzen, als wenn man vorher erst mal ... ... zwanzigmal durchspricht, was man alles machen muss.
00:41:16: Weil dann ist der Kopf e-voll mit Druck und so weiter und sofort.
00:41:22: Psychologische Sicherheit... ...ist das?
00:41:24: Ja absolut!
00:41:26: Vieler
00:41:26: Kultur die sehr gesund klingt.
00:41:28: Schön!
00:41:29: Ist toll!
00:41:30: Shoutouts an die unbekannten Kollegen.
00:41:32: Das ist selten und das ist krass wertvoll.
00:41:36: Ist toll.
00:41:37: Absolut.
00:41:37: Schöne Antwort.
00:41:39: Guter Head Coach.
00:41:41: Wie machen wir weiter?
00:41:41: Jetzt darf ich wieder wählen.
00:41:42: Ähm jetzt machen wir mal mit deinem Rechts... Weiter.
00:41:46: In meiner rechten Hand habe ich den Einwurf, damit wird der Ball an dich zurückgespielt und du hast jetzt die Möglichkeit ein Thema deiner freien Wahl zu platzieren.
00:42:00: Worüber möchtest Du reden?
00:42:02: Ich hab ehrlicherweise mir furchtbar viele Gedanken gemacht und mich quasi kaum entscheiden können.
00:42:08: Ich glaube im Kontext dieses Frauen im Sport Fußball-Ding würde ich tatsächlich gerne nochmal eine kleine Liebeserklärung an Printjournalismus loswerden.
00:42:25: Weil, ich habe es vorhin schon gesagt Es ist ne aussterbende Form Es ist im im Journalismus Kontext.
00:42:32: Ich würde sagen meine große Liebe ohne jetzt zu kitschig klingen zu wollen aber ich finde und das haben viele nicht mehr so auf den Zettel weil nicht mehr viel gelesen wird Und schon klar bewegt Bild.
00:42:42: die Tiktokhirne der Generation Zettz Gehörer sind nicht mehr gemacht für... Ich nicht,
00:42:47: aber auch TikTok-Gehirne.
00:42:49: ...sind nicht mehr gemacht für Zehntausend Zeichentexte.
00:42:53: Aber ich denke so häufig es gibt nichts geileres als einen schönen Text über Fußball.
00:43:02: also in diesem Fußballkontext gibt es nichts Besseres weil dort mit einer Wortgewalt gesprochen und geschrieben wird in dem Moment die in anderen Berichterstattungsformen nur sehr selten, wenn überhaupt zu finden ist.
00:43:15: Und ich glaube das Fußballjournalismus und Fußballberichterstatterung gerade im Print manchmal einen falschen Ruf oder unter einem falschen ruf leidet.
00:43:23: Ich wollte grad genießt sagen aber das wäre ja falsch weil es so lange geprägt war von, ich sag mal öden Sportseiten wo nur steht die und die Mannschaft hat mit eins zur Null gegen die und Die Mannschaft gewonnen.
00:43:37: Aber man kann so tolle Worte über diesen Sport finden.
00:43:42: Und das macht nicht nur Spaß, das selbst zu produzieren sondern es macht mir auch furchtbar Spaß zu lesen.
00:43:48: deswegen schaut auch an alle die über Fußball schreiben weil ich von so vielen Kollegen nicht nur bei Freunde sondern im gesamten Geschäft inspiriert bin und vor allem heute!
00:44:03: Weil ich finde dass die Art und Weise wie auch Medienhäuser die früher diese Ich sag mal, langweiligere Eins zu Null-Berichterstattung betrieben haben mittlerweile über Fußball schreiben sich extrem gewandelt hat.
00:44:16: Also ich überall wo ich hingucke gibt es tolle Texte über Fußball und ich ärger mich dann immer so ein bisschen wenn Leute auf Social Media die halt daran gewöhnt sind dass sie bei Spotify auf Play drücken und dann läuft der Podcast sagen Doof das das hinter einer Paywall ist?
00:44:33: Dann liest es ja keiner.
00:44:35: Ja!
00:44:35: Ist vielleicht doof.
00:44:36: aber Also von irgendwas müssen ja Journalisten leben und qualitativer Journalismus hat einfach seinen Preis.
00:44:45: Qualitativer, kritischer aber auch einfach schöner Journalismus.
00:44:48: Hat seinen Preis!
00:44:50: Und er sollte den auch weiterhin haben und es ist definitiv auch einfach wert.
00:44:54: Das soll nicht einfach los werden.
00:44:55: Unbedingt.
00:44:56: Es ist ein sehr schöner Einwurf.
00:44:57: vielen Dank für die Ode an den Printjournalismus.
00:45:01: Und wo geht's denn dann hin mit dem so oft Verstaubt verschriebenen Genre.
00:45:10: Wie meinst du, wo geht's hin?
00:45:11: Also wie die Zukunft aussieht?
00:45:13: oder... Wie
00:45:13: sieht die Zukunft aus?
00:45:14: Wie entwickelt sich das Thema?
00:45:16: Ja, das kann man nicht sagen.
00:45:20: Also aktuell geht es den meisten noch gut.
00:45:24: aber jeder der Printjournalismus betreibt in welchem Ressort auch immer also ob es Sport ist, ob es Kultur ist und politik wird sagen Es wird tendenziell nicht einfacher durch Internet, soziale Medien und KI.
00:45:39: Das ist einfach so, das sind natürlich alles reelle Bedrohungen.
00:45:42: Ich würde trotzdem sagen auch wenn wir über KI sprechen den Job eines guten gewissenhaften Journalisten kann keine KI machen weder was kreative Sprache betrifft noch was Qualitätssicherung betriffe Und auch etwas was kritischen Geist betriffte.
00:46:00: Wir struggling mit mir meine ich Freunde aber auch, ich sag mal die Sportjournalisten zunft allgemein.
00:46:07: Strangeln extrem mit dem Thema Zugänge also bei Fußballvereine mittlerweile auf ihren eigenen Kanälen so viele Leute erreichen dass sie es nicht mehr nötig haben mit Medien zu sprechen.
00:46:17: das führt aber dazu dass sie in Interviews die Sie mit den Vereinseigenen Instagram-Kanälen oder Webseiten führen nur die Fragen beantworten auf die sie auch richtig Bock haben Und die Sachen loswerden, die sie unbedingt los werden wollen.
00:46:30: und das ist dann halt PR.
00:46:32: Aber kein Journalismus!
00:46:33: Die sind aber teilweise so hochwertig produziert, dass viele Leute auch den Unterschied nicht erkennen.
00:46:37: verständlicherweise ich würde ihn auch nicht erkennen wenn ich es nicht berufsmäßig besser wissen müsste quasi.
00:46:46: Aber kritische Fragen, kritischen Journalismus braucht auch der Fußball Und das kriegt man nicht nur im Print, aber im Journalismus allgemein und dafür braucht es Zugänge.
00:46:58: die sind im Fußball härter zu bekommen als zum Beispiel in der Politik wo Politiker sage ich mal Öffentlichkeit für den Wahlkampf nötig haben.
00:47:07: Aber Ich glaube auch und dann vielleicht so ein zwei Worte an das Fußballgeschäft Man kann auch im Tandem mit Medien oder auch mit kritischen Medien Momente produzieren, die es sonst zur Volklore des Sports beitragen.
00:47:23: Also wenn alles glatt gebügelt und durch die PR-Maschinerie gezwirbelt ist dann kommen da Sätze bei raus an die sich niemand mehr erinnert und von denen auch die Akteure nicht profitieren.
00:47:34: aber Toni Groß wird sich vielleicht in dem Moment wo er die Frage vom ZDF Kollegen gestellt bekommen hat damals nach dem Champions League Finale nicht über die laut ihm doofe Frage gefreut haben, im Nachhinein ist das aber definitiv einer der in seiner Karriere prägenden so kulturellen Momente auf denen die Leute immer wieder zurückkommen und zwar nicht im negativen Sinne sondern auch im positiven Sinne.
00:47:59: Und sowas gibt es zum Beispiel dann auch einfach nicht wenn solche Kollegen nicht nach Apfiff an die Spieler ran gelassen werden.
00:48:06: Und aktuell gibt es diese Zugänge noch, aber immer weniger.
00:48:11: Das ist definitiv ein großes Fragezeichen für Journalismus für Printjournalismus, erst recht aber für alle.
00:48:19: Gerade im Fußball und ich hoffe dass dort die Kanäle so lange wie möglich offen bleiben für beide Seiten.
00:48:27: Spannend!
00:48:28: Ganz spannend.
00:48:29: das wird noch ein bisschen nachwirken glaube ich.
00:48:32: wir machen jetzt mal einen Hard Cut.
00:48:34: Wir haben nämlich noch eine Kategorie Und dann noch einen Abschluss.
00:48:39: mit Blick auf die Uhr wird es teilt Aber wir schaffen's ganz gewiss.
00:48:42: Das Shoot-Out haben wir jetzt noch.
00:48:44: das machen wir ganz schnell Mal gucken.
00:48:47: Theoretisch eine Schnellfragenrunde, du bist natürlich aber herzlich eingeladen auch ein bisschen auszuführen.
00:48:52: wir wollen dich ja kennenlernen.
00:48:55: Berlin oder Hamburg?
00:48:58: Oh
00:48:59: Berlin ist mein Wahlhalt, Hamburg ist meine richtige Heimat.
00:49:01: ich muss Hamburg sagen bin aber trotzdem ganz froh aktuell in Berlin zu wohnen.
00:49:06: Wer die nächste hast Du zum Teil schon ein bisschen Ausgeführt in unserem Gespräch bis jetzt Lieber Podcast aufnehmen Artikel schreiben oder MTV auftreten.
00:49:19: TV mache ich so selten, das zählt fast nicht.
00:49:22: Artikel schreiben aber ich liebe es auch zu labern wie man wahrscheinlich unschwer hat hören können in den letzten
00:49:28: fünfzehn Minuten.
00:49:28: Den Mix macht's!
00:49:30: Das nächste habe ich von deinem X-Account mir abgeschrieben.
00:49:35: Warum gleiche Frisur?
00:49:36: Wie es Sven Misslindt hat.
00:49:40: Das fand ich witzig.
00:49:42: Ich glaube ich hab sie nicht mehr weil ich aktuell so einen Kupferton drin habe und nicht mehr so blond bin.
00:49:49: Offensichtlich
00:49:49: wollte ich nur den Joke.
00:49:51: Ja,
00:49:51: voll!
00:49:52: Mich hat das mein lieber erfreunde.
00:49:54: Kollege Max Dinkeacker sagte das mal zu mir.
00:49:57: Ich sehe ja aus wie sein Misslentat.
00:49:59: Daraufhin habe ich das bei X gepostet und ich glaube damals einen meiner erfolgreichsten Tweets gaben mich dann am Ende schon gefragt Wow naja egal.
00:50:07: Liebste Grüße an Sven Misslantat.
00:50:09: Es ist mir eine große Ehre die Frisur zu teilen.
00:50:12: Schaut auf uns an Sven.
00:50:13: Eine Zwischenfrage hier noch X fand ich spannend.
00:50:17: Also Twitter ja offensichtlich, du hast da fast dreißigtausend Follower also echt eine handfeste Community auch.
00:50:24: Du hast aber das letzte Mal im September fünfundzwanzig getwittert
00:50:28: gepostet.
00:50:29: Das stimmt glaube ich nicht ganz!
00:50:32: Ich habe auf jeden Fall gestern Abend... getweetet oder wie auch immer das Verb heute heißt.
00:50:39: Aber definitiv weniger, weil früher... Das ist mein angepinter Tweet aus dem September zwölfundzwanzig glaube ich.
00:50:47: aber ich bin trotzdem definitiv wenig auf Twitter unterwegs als früher, weil sich die Natur dieser Plattform in den letzten Monaten und Jahren einfach so extrem negativ verändert hat und auch einfach nochmal viel ...toxischer geworden ist, als sie es früher war.
00:51:06: Dass das aber einfach hundertmal weniger Spaß macht!
00:51:08: Ich lese aber noch sehr viel auf Twitter.
00:51:10: Okay... Damn, aber ärgert mich, dass ich's nicht gecheckt habe.
00:51:13: Auf jeden Fall!
00:51:14: Wasch!
00:51:14: Als gut die Beobachtung an und für sich ist ja trotzdem richtig.
00:51:19: Nächste Frage?
00:51:20: Du
00:51:20: strickst?!
00:51:22: Ich stricke sehr gerne.
00:51:23: Ja.
00:51:24: Ich hab gesehen so richtig heftige Oberteile.
00:51:27: Ja, äh, ich sitz gerade an einem Oberteil.
00:51:29: Faschen!
00:51:29: Ich glaube mein größtes Ding bislang war ein Kleid, was ich im letzten Herbst gestrickt habe.
00:51:37: Ich versuche so viel Zeit dafür zu finden wie es geht aber das ist schon schöner.
00:51:40: Ich koche auch unheimlich gerne und das sind so meine ... werde ich abends von der Arbeit nach Hause komme und für nix mehr Kopf- und Kraft habe dann mache ich das und dann fühle ich mich danach ein bisschen beruhigter.
00:51:53: Perfekte.
00:51:53: nächste Frage dann!
00:51:57: Boah, Laptop oder Handy?
00:52:02: Bei mir wäre auf jeden Fall Laptop komplett egal.
00:52:05: Ist Laptopp höher als
00:52:06: Handy bei dir?
00:52:07: Ja, weil ich halt meistens um neun Uhr das erste Mal am Laptopsitze oder an vielen Tagen auch früher acht irgendwas zwischen acht und neun und um acht zehn Uhr aus dem Büro nach Hause gehe.
00:52:20: Und die
00:52:21: Zeit verbringe ich am Loptop halt jobmäßig quasi gezwungenermaßen am Liptop.
00:52:29: insofern ist sie viel höher als ich das gerne hätte.
00:52:35: Ich habe nie beim Laptop drauf geguckt, da kriege ich auch die Benachrichtigung nicht.
00:52:40: Am Handy ist sie zwei Stunden am Tag, zweieinhalb, drei.
00:52:46: Aber es liegt daran, dass ihr die ganze Zeit im Laptob bist?
00:52:48: Die ganze Zeit den anderen Screen benutzt, fair!
00:52:51: Drei Stunden ist krass.
00:52:53: Was ist dein Lieblingspodcast, den du am liebsten selber konsumierst?
00:53:00: Sehr gute Frage... Ich glaube... Das ist eine super langweilige Antwort.
00:53:09: Ich höre jeden Tag The Daily von der New York Times, das ist mein Start in den Tag und ansonsten die sogenannte Gegenwart von der Zeit, es ist ein Filthorn Podcast finde ich fantastisch.
00:53:23: Die machen immer einfach so Gegenwartsbeobachtungen und das macht sehr Spaß zu hören Auch von der New York Times geht auch um Politik und politische Theorie.
00:53:36: Und also ein Spaß bezogen auf die Aktualität.
00:53:40: Die checkt ja jeden Fall alle nochmal aus, und die letzte Frage im Shootout ist was müssen andere Ladies wissen, die auch in den Sportjournalismus geben wollen?
00:53:50: Einerseits nicht unterkriegen lassen andererseits Ist das eine aktive Entscheidung, die man treffen muss weil dieses Bild, was man hat.
00:54:05: Dass man meistens sich in der Unterzeit befindet, was das schlecht betrifft – das stimmt!
00:54:10: Das ist einfach noch so... Aber wenn man die richtigen Kollegen hat dann ist es auch okay und die meisten Kollegen mit denen ich in meinem Leben zusammengearbeitet habe sind super und man sollte definitiv keine Angst davor haben.
00:54:25: Der Sportjournalismus braucht Frauen und ich freue mich über jede andere Frau, die diesen Weg wählt.
00:54:35: Das nehmen wir doch mal mit und deswegen gehen wir auch direkt in den Abschluss über.
00:54:40: Zu guter Letzt übergebe ich nämlich immer noch einmal das Wort an meine Gäste, die perfekt anschließend daran nochmal so einen kleinen Peptalk eine kleine Motivationsrede an alle Zuhörenden rausgeben darf warum man sich egal was man macht, egal was schaffen möchte nie aufgeben darf.
00:55:01: Boah da erwischt mich jetzt kalten Fuß.
00:55:05: Ich glaube, am Ende ist es eine Frage der Selbstverwirklichung.
00:55:13: Natürlich hat das auch immer viel mit Privilegien zu tun und manche müssen mit mehr Herausforderungen kämpfen als andere.
00:55:18: Und das ist alles Valide und man sollte sich von niemandem erzählen lassen dass die Hindernisse denen man begegnet nicht echt sind oder nicht so hoch wie man sie wahrnimmt.
00:55:29: und trotzdem würde ich mir immer denken jeder die Kraft darüber zu entscheiden, was er will.
00:55:41: Und niemand sollte sich von anderen Leuten einreden lassen, dass man das nicht schaffen kann.
00:55:48: Also weil am Ende des Tages liegt Selbstverwirklichung eben zu einem großen Teil zumindest in der eigenen Hand.
00:55:55: So wie du Eingangsgesagt hast im positiven Sinne hier an your own Kind?
00:56:00: Ja genau das
00:56:02: ist
00:56:02: eher die Interpretation des Ganzen voran stellen würde.
00:56:09: Perfektes Schlusswort, Mia!
00:56:11: Das hat ganz viel Spaß gemacht.
00:56:12: Vielen Dank für deine Insights, für deine Eindrücke und für deine Erfahrungen die du mit uns geteilt hast.
00:56:19: ich hoffe wir erreichen ganz viele girls neugierige hoffentlich auch ein paar boys die das gleiche Gedanken oder die gleiche Gedankerichtung haben wie wir.
00:56:30: Ich wünsche dir einen schönen Abend und hoffentlich
00:56:32: bis bald.